versprach z» erscheinen; dann brachte ick ihn nachund nach auf seine Schwester zu sprechen.
Er redete mit Enthusiasmus von ihr. „BeiEllen, schon wie sie ist, ist das Angesicht der zar-teste Wiederschein des Gcmüths. Der Fluß ihrerGedanken ist so rein, daß jede Welle eine Tu-gend ist. Nie war einem menschlichen Wesen dieEnte so natürlich und leicht. Das Laster scheintihrem Wesen so zuwider, daß ich bei ihr dieSunde für eine Unmöglichkeit halte."
„Begleiten Sie mich nicht ans einem Besuchbei Ihrer Mutter?" fragte ich ihn. „Ich geheheute dahin."
Glanville zeigte sich bereitwillig und so giengcnwir miteinander zu Lady Glanville in Berkeley-Square. Wir wurden in seiner Mutter Boudoirempfangen. Sie war mit Miß Glanville allein.Unsere Unterhaltung wandte sich bald von den all-täglichen Gegenständen auf solche von ernstererArt. Die tiefe Schwermut!) in Glanville's Seeleerfüllte alle seine Gedanke», wenn er einmal derAeußerung derselben freien Lauf ließ.
„Warum," sagte Lady Glanville, welche fürihren Sohn eine peinliche Zärtlichkeit zu habenschien, „warum gehst Du nicht mehr in die Welt?Du läßst deine. Seele an sich selbst nagen, bis siedich zerstört. Mein lieber, lieber Sohn, wie sokrank siehst du ans!"
Ellen, deren Augen in Thränen schwammen,