Druckschrift 
3 (1836)
Entstehung
Seite
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gütig, zärtlich und großmüthig; sie setzte mich inKenutniß, daß er mir schon die jährliche Summevon tausend Pfund Übermacht habe, und daß er,für den Fall männlicher Nachkommenschaft, mirnach seinem Tode noch zweitausend Pfund zuge-sichert habe. Schließlich versicherte er mich, daßseine einzige Bedenklichkeit bei seiner Verbindungmit einer Frau, die in allen Beziehungen vorallen Frauen geeignet sey, ihn glücklich zu ma-chen, nur ans dem aufrichtigen Bedauern hervor-gegangen sey, mich eines Besitzes zu berauben,den ich, wie er mit Freuden bezeuge, nicht blosverdiene, sondern auch zieren würde.

Als ich diesen Brief erhielt war ich sehr ge-rührt über meines Oheims Güte, und weit ent-fernt, über seine Wahl unzufrieden zu seyn, wünschteich ihm vielmehr von ganzem Herzen alles Gute,das sie ihm gewähren konnte, und sollte dieß auchselbst ein Erbe der Titel von Glemnorris seyn.

Ich verlängerte meinen Aufenthalt zu Mal-vern noch um einige Wochen weiter hinaus, als ichbeabsichtigt hatte; die Umstände, welche in meinenVcrmvgeusvcrhältnissen eine so großeVerändcrunghervorgebracht hatten, wirkten nicht minder gewal-tig auf meinen Charakter. Mein Ehrgeiz wurdebesonnener und solider. Statt meine Zeit mitmüßigem Bedauern über das verlorene Besitzthumzu verschwenden, entschloß ich mich lieber, mirselbst eins zu erwerben, das über jenes erhaben