Druckschrift 
3 (1836)
Entstehung
Seite
53
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sten Umgebung und hcirathete sie nach dreiwöchent-licher Bewerbung.

Ich würde," schrieb mir meine Mutter sehrgroßmüthig in einem spiitern Briese,seine Hei-rath nicht so sehr getadelt haben, hätte es dieDame nicht geeignet gefunden, guter Hoffnung znwerden; dies; ist es, was ich jetzt und immer alsden unerlaubtesten Eingriff in unser Recht betrach-ten mus;."

Ich will bekennen, daß ich bei der ersten Kundedieser Neuigkeit einen bittern Verdruß empfand;aber durch vernünftiges Bedenken wurde ich des-selben Meister. Ich war meinem Oheim schonsehr verpflichtet, und ich fühlte, es wäre sehr Un-recht und eine undankbare Anmaßung gewesen,wenn ich hätte Aerger blicken lassen über einenSchritt, den ich kein Recht hatte anznfechten, oderden Beleidigten spielen wegen des Verlustes vonAussichten, welche zn hegen ich so nnflchern Anspruchhatte. Ein Mann von fünfzig Jahren hat viel-leicht das Recht, für sein eignes Glück zu sorgen,so gut als einer von dreißig, und wenn er durchseine Wahl sich den Spott Derjenigen znzieht, de-nen er keine Verbindlichkeit anferlcgt hat, so darfer wenigstens von Denjenigen, die ihm Dank schul-dig sind, Mäßigung und Vertheidlgnng erwarten.

Voll von diesen Gedanken schrieb ich meinemOheim einen aufrichtige» und herzlichen Bcglück-wünschungsbrief. Seine Antwort war, wie er selbst,