Druckschrift 
3 (1836)
Entstehung
Seite
48
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hcit ist: daß, trotz aller Fehler, man doch bei ih-nen dnrch Alles dnrch die Züge originellen Den-kens erblickt; in ihren Empfindlingen ist eine Großeder Betrachtungsweise, die weder in Sinn nochEinklcidnng etwas Erborgtes an sich hat. NehmenSie zum Beispiel dieß Fragment des Mimnermnsüber die Kürze des Lebens welcher Gegenstandkönnte alltäglich erscheinen? Was kann ungesnchterseyn, als die hier ansgcdrückten Gefühle? Unddoch, in jeder Zeile hier ist eine melancholischeTiefe »nd Zartheit, die sich unmöglich näher be-zeichnen lassen. Bon allen englischen Schriftstel-ler», welche am meisten von diesem Geiste haben,der Reiz und Stärke den Empfindungen, den Ge-genständen und der Sprache verleiht, selbst wenndiese an sich weder neu, noch dnrch die Art derAnordnung gehoben sind, wüßte ich keinen, der By-ron gleich käme; es ist dieß in der That die Haupt-schönhcit dieses außerordentlichen Dichters. GehenSie Childc Harold genau durch: so werden Siemit Staunen entdecken, wie wenig eigentliche Tiefeund Neuheit oft in den Betrachtungen ist, welchedurch beides sich auszuzeichnen scheinen. Manist gefesselt durch die unbestimmte aber gewaltigeSchönheit der Sprache, dnrch den starken Eindruckder Originalität, welche überall weht. Wie dasOrakel zu Dodona, macht er den Wald zu seinen Ta-feln und schreibt seine Eingebungen auf die Blät-ter der Bäume; aber die Quelle dieser Eingebung