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geeigneter Gleichgültigkeit auf, drückte aber seinLeidwesen aus, daß ich ihn so bald verlassen wolle.Jndeß, da er merkte, wie ich mich durch seinenWunsch, mich länger bei sich zu behalten, mehrgeehrt als erfreut fühlte, gab er die Sache ans,mit einer Delikatesse, die mich entzückte.
Der Morgen unsrer Abreise kam. Der Wa-gen stand vor der Thüre, die Schachteln mit demGepäck ans dem Gang, das Frühstück ans dem Tisch;— ich hatte meinen Oberrock an, mein Oheim saßin seinem großen Sessel.
„Lieber Sohn!" sagte er, „ich hoffe wir sehenuns bald wieder; Du hast Fähigkeiten, welcheDich in Stand sehen, Deinen Mitgeschöpsen vielGutes zu thun; aber Du bist ein Freund von derWelt, und obwohl der Belehrung nicht abhold,doch dem Vergnügen ergeben und könntest leichtdie Dir verliehenen Gaben mißbrauchen. Ans je-den Fall hast Du jetzt, sowohl für das öffentlicheals fürs Privat-Leben, den Unterschied zwischen Gntund Bös begriffen. Nur mußt Du die Unterschei-dung machen: in der Staatsknnst muß, obwohldie Grundregeln, die Du Dir eingeprägt hast, un-erschütterlich und untrüglich bleiben, doch die An-wendung derselben nach Zeit und Umständen ver-schieden seyn. Man muß Lehrmeinungen, welche,obwohl unveränderlich in ihrer inncrn Wahrheit,