Druckschrift 
2 (1836)
Entstehung
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reits über die Maßen langweilen muß, weil ermehr meine Bestrebungen nach Vervollkommnung,als meine Fortschritte auf der Bahn des IrrthumSschildert ich erwarb mir, mehr vermittelst mei-nes OheimS mündlicher Belehrung, alS durch dieBücher, die wir lasen, eine Bekanntschaft mit denElementen jener Wissenschaften, die himeichte, michzu befriedigen und meinem Lehrer Freude zu ma-chen. Und ich muß sagen, zur Rechtfertigung mei-ner Studien und meines Mentors: ich verdankeihnen einen Vortheil, der mir bis auf diese Stundezu Gute kommt; ich verlangte nemlich eine klareEinsicht in die Grundsätze der Sittlichkeit. Vordieser Zeit verleitet« mich, was ich von Klugheitund Gewandheit besaß, nur zu Handlungen, diewie ich fürchte, der wohlwollende Leser bereitsgehörig verdammt hat; meine guten Regungendenn von Natur war ich nicht bösartig galtenmir nie das Geringste, wenn die lockende Versu-chung mir in den Weg trat. Ich hatte keinen Füh-rer, als die Leidenschaft, keine Richtschnur, als dieNeigung des Augenblicks. Wie konnte das Resultatmeiner Erziehung ein anderes seyn ? Weun ich un-sittlich war, so war ich es, weil man mich nieSittlichkeit gelehrt hatte. Nichts ist wohl wenigerangeboren als die Tugend. Ich gestehe, die Unter-weisungen meines Oheims thaken nicht eben Wun-der an mir ich habe mich, in der Welt lebend,von ihren Jrrthümern und Thorheiten nicht ganz