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Mängel und Vorzüge einer jeden zu bemerke» undzu beurthcilen, weil wir vor der Prüfung gewisse,für unsre Forschung und Entscheidung maßgebendeRegeln fcstgestellt hatten. Und hier kam mir mein«skeptische Gleichgültigkeit gegen Thatsachen ganzbesonders gut zn statten, daß ich mir leicht dierechte Einsicht erwarb. Ich hatte keine Vorurtheilezu bekämpfen; hatte keine verworrene Begriffe ausder vergangnen Zeit aufgclesen, keine gäng undgäbe Behauptungen als Wahrheiten lieb gewonnen.Alles stand vor mir als einem völlig unparteiischenForscher; entkleidet von allem Schmuck und Blend-werk der Sekten und Parteien ward jeder Satzmit logischer Genauigkeit fcstgestellt, jede Ansichtan den logischen Prüfstein gebracht. So überzeugteich mich tu sehr kurzer Zeit von der Richtigkeitder Versicherung meines Oheims über den Dorlheilmöglichst vereinfachter und bündiger Grundsäy e beiallem Wessen. Wir machten alle die bewunderns-werthen Aufsätze von Mills in der Encyklopädieund die populäreren Schriften Benthams durch,und versenkten uns dann in NeT-efen der Sraars-wirthschaft. Ich weiß nicht, wie man dieses Stu-dium har langweilig nennen möge». Kaum hatteich einige Bekanntschaft damit gemacht, so konnteich mich fast nicht mehr losrciffen. Von damalsan, bis jetzt, habe ich ihm unausgesetzt die beharr-lichste Aufmerksamkeit gewidmet und es mehr alsein Vergnügen denn als ein Geschäft angesehen;