95
- Rache - wofür? Ich konnte nichts sagen, —es hätte sie geködtet; — er dank es seiner eignenTollheit. — Ich fürchte wich nicht, ich verachte seineBosheit." Und mit diesen Worten sprang Tyrrell auf.
„Kann ich Ihnen behülflich seyn, nach Hauszu kommen?" sagte ich, „Tie find noch unwohl;ich bitte, gestatten Sie mir das Vergnügen."
Ich sprach mit einer gewissen Wärme und Herz-lichkeit; der Unglückliche starrte mich einen Augen-blick wild an, eh' er antwortete, zuletzt sagte er:„Wer spricht mit mir, dem Verlornen, demSchuld-belastcten, dem Zugrundgerichleten im Tone derTheilnahme und Güte?"
Ich nahm seinen Arm in den ineinigen undund führte ihn aus dem Hof, auf die offene Straße.Er maß mich mit raschem und sinnendem Blick;dann wie er allmählig das volle Bewußtseyn seinesgegenwärtigen Zustandes und die Erinnerung des-sen, was vorangegangen, erlangt hatte, drückte ermir mit Wärme die Hand, nud nach einem laugenStillschweigen, während dessen wir gemach den Tui-lerien zu schritten, sagte er: „Verzeihen Sie mir,mein Herr, wenn ich Ihnen für Ihre Güte undAufmerksamkeit nicht gebührend dankte. Ich binjetzt wieder ganz hergestellt; das enge Zimmer, wo-rin ich so viele Stunden saß, und die fieberhafteAufregung des Spiels, welche auf einen durchKränklichkeit geschwächten Körper uachthcilig wirkte,haben mir ein augenblickliches Uebelbefinden zuge-