andern Seite der Seine füllen, kommen nicht hierherüber; -wischen ihnen nnd dem Faubourg ist eineKluft; selbst die Farbe des Himmels scheint eineverschiedene zu seyn, — die Gefühle, die Gedanken,ja die Narur selbst verändert sich, wenn man überLiesen Styr gesetzt hat, der die Wanderer von denBewohnern trennt; der Geist fühlt sich nicht sowohlniedergeschlagen, als vielmehr mittelst einer gewis-sen Färbung der Empfindungen geläutert und ge-adelt, durch eine nicht näher zu bezeichnende Scheu;man ist umgeben von der Herrlichkeit des Alter-tbnms und betritt die trüben Straßen mit demvornehmen Ernst eines Mannes, der sich den Glanzeines alten Hofes zurückruft, dem er einst seineHuldigungen darbrachte.
Ich kam in Thorntons Wohnung, in der Straße8l. Dominicas an und fragte die alte Pförtnerin,die in Crebillon's Erzählungen las, ob Herr Thorn-rou zu Hause fty?
,,Oai, lUoasieui-, an Hustrieine," war die Ant-wort. Ich wand mich die finstern und uusaubernTreppen hinauf, und gelangte endlich, mit un-glaublicher Anstrengung und Erschöpfung, zn derhohen Residenz des Herr» Thorntou. „Larrer," riefeine Stimme aufmein Pochen. Ich folgte der Auffor-derung nnd trat in ein Zimmer von mittelmäßigemUmfang, angefüllt mit vielen Gegenständen des täg-lichen Gebrauchs. Ein abgeschvssener, sciduer Vorhangvon schmutzig blauer Farbe, über eine Vertiefung her-