Druckschrift 
2 (1836)
Entstehung
Seite
24
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wunderbarste Mischung von Gefühl nud dessen Ge-gentheil. In ihren Liebesverhältnissen war sie einewahre Lucretja, in ihrem Epikurcismus würdesogar ein Apicius ihr gewichen seyn. Sie hatteein Wohlgefallen an Seufzern, aber ein Looper be-tete sie an. Sie hätte für ihren Verehrer allesim Stich gelassen, nur nicht ihr Diner. Der At-tache übcrwarf sich bald mit ihr, und ich ward mitdem Platonischen Ehrenamt seiner bisherigen Dienst-leistung betraut.

Anfangs, ich gesteh' es, schmeichelte mir dieseihre Wahl, und obgleich sie mich für die kleinenDienstleistungen übermäßig in Anspruch nahm,wußte ich doch ihre Zärtlichkeit, und was nochwunderbarer ist, die meinige beinah einen Monatlaug zu erhalten. Was sie dann erkältete war fol-gender Vorfall:

Eines Abends war ich in ihrem Boudoir, alsdie Kammerfrau uns meldete, der Herzog sey aufdem Gang.

Trotz der Schuldlosigkeit unsers Verhältnisses,gerieth doch die Herzm-in in heftige Furcht; einekleine Thüre war zur Linken der Ottomanne, wor-auf wir saßen.O nicht, nicht dort hinein!" riefdie Dame, aber ich, der ich keine andre Zufluchtsah, eilte hinein, nnd ehe sie mich wieder heraus-stöberu konnte, war der Herzog im Zimmer-

Mittlerweile ergötzte ich mich mit der Unter-suchung der Wunder dieser neuen Welt, in die ich