mir Gefallen finden könne, und ein Vierter erklärtees ein für allemal für undenkbar. Uebcr Einen Punktindessen waren Alle, Freunde und Feinde, ganz ein-verstanden, darüber nemlich: daß ich ein vollende-ter Zieraffe und über alle Maßen selbstgefällig sey.In Wahrheit — sie schoßen da nicht weit vom Ziele.
Beiläufig — woher kommt es, daß: Wohl-gefallen an sich selbst äußern — da« sicherste Mittelist, Jedermann zu beleidigen? Wenn eine Person,Mann oder Frau, ins Zimmer tritt, die für ihreeignen Vollkommenheiten große Bewunderung bli-cken läßt — wie verstört, wie ruhelos, wie un-glücklich werden augenblicklich alle Individuen vomGeschlechts des so beleidigend Auftreteuden: nichtnur ihr Genuß, selbst ihre Ruhe ist dahin, undwenn sie das Nichts ahnende Opfer ihres Unmurhsvernichten könnten, so würde, glaub ich, keine christ-liche Duldung diese aufs äußerste getriebne Erbit-terung aufhaltcu. Für einen Gecken gibt cs keineBarmherzigkeit, für eine Coguctte keine Gnade!Sie werden behandelt wie die Ketzer der Gesellschaft,kein Verbrechen ist zu schwarz, daß es nicht ihnenaufgebürdet würde, sie haben nicht die Religionder Ucbrigen, sie setzen die Gottheit ihrer eignenEitelkeit auf den Thron — alle rechtgläubigen Ei-telkeiten Andrer sind hintaugesetzt. Daher dann dieBigotterie, der Pfahl, das Autodafe des ÄkandalS.Ach - was ist so unversöhnlich als die Wuth derEitelkeit? Nehmt Einem sein Vermögen, sein