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Zwei altdeutsche Rittermaeren
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I,

EINLEITUNG.

um deutlichsten aber in den reden der fee, die mehrfach an dieder Melinr, bes. Part. 1950202S nnklingen. Egenolt liesal'saber überhaupt eine so umfassende kenntnis der werke Ivonradsvon WüL'zburg, wie man sie aufser in Basel eben nur in Strafs-burg erwerben konnte. Jänicke hat nur den kleinern teil derreminiscenzen nachgewiesen, und der raum gestattet hier nicht,seine Sammlungen zu ergänzen, das mag einer andern arbeitVorbehalten bleiben, die dann auch abschliefsend sein wird, bis-her ist mir die bekanntsekaft mit folgenden werken des diclitersunbedingt gesichert: Weltlohn, Iierzmaere, Otto, Schwanritter,Engelhard, Partonopier, Trojanerkrieg; zweifelhaft Silvester,Alexius. 1 ) in einigen fällen hat schon Jänicke, in andern habeich der fassung des druekes einfach darum den Vorzug gegeben,weil sie die reminiscenz aus KvW. treuer bewahrt hat.' 2 )

Diese intime Vertrautheit mit Ivonrads werken, deren Stil mitgrofser treue, aber freilich geistlos und oft mechanisch nach-gebildet ist, muss uns auch den wertvollsten anhalt für die da-tierung bieten: später als 1320 wird eine derartige stilcopie nichtgut entstanden sein, und vor dem tode Ivonrads selbstverständlichauch nicht, innerhalb dieses mensclionalters 1290 1320 aber

spricht die gröfsere Wahrscheinlichkeit für die spätere hälfte, diezeit um oder nach 1310. ich verweise auf das, was ich obenüber das auftreten des namens Peterman gesagt habe: solangeer als eine ganz neue modebildung gefühlt wurde, wird man denahnherrn aus der kreuzzugszeit doch schwerlich so getauft haben. mit den historischen beziehungen und Voraussetzungen deswerkchens ist wenig, anzufangen. Frankfurt war wahlstadt (758)

1) und Halbe birne: Wolfis versuch, diese schmutzige novelle alseinechtes werkelien ICourads naehzuweisen, ist gewis nicht ohne ein wand, aberdoch sehr erwägenswert, das gesamtbild des dicliters erhält dadurch eineunerfreuliche würze; aber man weits auch von modernen poeten, die inherrengescllschaft sieh ganz anders praesentieren, als in ihren gedichten mitgoldsclmitteinband. und auf den Stratsburger ndelsstuben, für deren pu-blicum der obscoene schwank gedichtet sein wird, ist es gewis nicht zimper-lich hergegaugen. 2) so ist nach d wörtlich v. 232 Schwanr. 120, v. o87Troj. 19388. 23308. 23738. 2S362, v. 608 = Eng. 2829. ein stricter beweisist. das freilich nach dem obeu s. xxxvn über die hihlung des schreibeisgesagten nicht.

PETER VON STAUFENBERG.

r.r

in der zeit, die uns hier angeht, viermal hinter einander: 1292.1298. 1308. 1314. die falirton nach Preufscn (355) waren zwarum 1300 noch nicht zu dem widerwärtigen sport ausgeartef wie inder zweiten hälfte des 14 jhs., aber sie waren auch längst keineneuheit mehr, das herzogtüm lvärnten (872) war, wie ich obengezeigt habe, bereits in der älteren sage enthalten, aber immerhinmögen die verwantschaftlichen beziehungen zwischen Kärntenund dem deutschen königshause, welche das gedieht vorausselzt,erst in oder nach einer zeit in die sage gekommen sein, wo sieeinmal faetisek bestanden haben: das wäre die zeit kg. Albrcehts(12981308).')

Um 1310 also ist das gedieht verfasst worden: ob in Strafsburgoder auf dem Staufenberg, wissen wir nicht und ist auch ziemlichgleichgiltig, denn zur Strafsburger litteratur gehört es auf jodenfall, und der dialect oder vielmehr die mundartliche färlning derSchriftsprache würde auch in der Ortenau als elsiissisch bezeichnetwerden müssen, dem sprachbild, welches wir für das original vor-aussetzen dürfen, steht der druck, der schon allerlei gemeinsprach-liches ohne consequenz eimnisclit, am fernsten, die hs. aber unbe-dingt weit näher, als jenes normalisierte mittelhochdeutsch, in dasJänicke ihren text übertragen hat. ich habe also durch ver-gleicliung der urkunden des StUB. bd. in von 12901320 schrittfür schritt festgestellt, was von der Schreibung von li bewahrtwerden durfte; und wo die Schreibung oder die sprachfonnenaltertümlicher gestaltet werden musten, da habe ich mich anjene quellen, nicht an unsere ausgaben von Hartmann undKonrad gehalten. 2 ) dass ich aus einem texte, der die quantitätder Stammsilben vielfach unsicher und in bewegung zeigt, diecircumflexe fortgelassen habe, wird jedermann billigen.

Folgende hauptpuncte sind es, in denen ich auf gruml derurkunden der lis. zur Seite bleibe: 1) e für w ; 2) ü (urkk. (//) auch

1) Jänicke s. 56. 2) dass die Strafsburger (und Ortcnauer) urkunden

jener zeit eine scharf von der niuudavt geschiedene Schriftsprache darsteltea,tritt besonders in der ängstlichen fernhaltuug des mundartlichen <1 für tihervor, die bis 1332 (soweit reicht bd in) nnhütt: nur ganz gelegeulliclibricht der gesprochene laut verräterisch durch, wie in der Urkunde nr 261(nov. 1291), wo neben iar und htm üherwiegeu ior, war, nun, tlt), nttc/t.

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