Druckschrift 
Zwei altdeutsche Rittermaeren
Entstehung
Seite
XXXIV-XXXV
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XXXIV

EINLEITUNG.

schnitte der Melusine allem anschein nach die des Staufenbergersbeeinflusst haben, so muss dieser noch später fallen, man wirdihn also frühstens ende 14S3 ansetzen dürfen, datiertedrucke von Priiss reichen nicht über 1483 hinauf.

ei 2 (Hain G1C0), wovon sich ein vollständiges exemplar inder Bodleiana zu Oxford 1 ), unvollständige in München (inc. s. a.781) 2 ) und in Wolfenbüttel 3 ) befinden, ist ein nachdruck s. 1. a.et t. von d', für den die gleichen holzstöcke, auch die initiale Wdes textanfangs benutzt sind, die lettern aberweisen auf Mar-tin Schott in StraCsburg, wie schon Engelhardt erkannt undsich mir durch eine Vergleichung mit Schotts ausgabe des Ottovon Passau bestätigt hat, vgl. jetzt ChSchmidt, Rep. bibl. II G.der druck wird nicht lange nach d' fallen, wie denn Schott auchnoch im november 1483 die vermutlich eben fertig gewordeneMelusine seines collegen Prüss sich zum Vorbild eines neudrucksnahm. d 2 ist buchstabengetreu (und zwar sehr sorgfältig), abermit absetzung der verse und verkleinerter widergabe der Illustra-tionen abgedruekt worden von Culemann: Die legende vom ritterherrn Peter Diemringer von Staufenberg, Hannover 1849.

d 2 weicht nur selten und immer unfreiwillig von d ab, wo-bei sich dann d naturgomäfs zu h stellt: so in den versen 1.14; 1 ) 50. 114. 175. 179. 4G4. C40. 708. 1075. die naheliegendebesserung eines fehlers hat d 2 nur einmal vorgenommen: v. 354,wo es das in richtig einsetzte, bei diesem stände war es nichtnötig, alle lesarten von d 2 zu verzeichnen, ja ich hätte getrostauch die auswalil, die ich getroffen habe, fortlasscn können, dschlechthin bezeichnet in meinem apparat die druckversion und

locbtzerschcn tlnickes, wie randleiste und initiale der ersten Seite dartun;sie wurde ihrerseits nachgeahmt von MichFnrter in Kasel (14901500).

1) Douce 187 , mir nachgewiesen durch herrn dr ItPricbseli, dersieh auch um das verschollene exemplar von Itlofs sehr eifrig bemühthat. 2) cs fehlt nur bl. 1, das man zweimal, zuerst durch eine feder-zeiehnung, dann durch einen modernen facsimiledruclc ergänzt hat. 3) esfehlt hl. G, das man aus dem Stuttgarter exemplar ergänzt hat. auch diesesist inzwischen verschollen: im katalog der kgl. privatbibliothek ist c.sdurehstriehen, bei der Überführung der incunabelu in die üüentlichc biblio-thek auch nicht mit ahgeliefert worden. 4) im bei Engelhardt ist. gewislesefchlcr, , .

PETER VON STAUFENBERG.

XXXV

zwar in der fussung von d: diese sigle ist nur du angewendet,wo es von interesse war, auch die la. von d 2 zu verzeichnen.

Die abweicliungen des zweiten druckes vom ersten sind üb-rigens so unbedeutend, dass es z. b. unmöglich war, festzustellen,welchen der beiden Fischart zu seiner erneucrung benutzt hat. dieseerschien erstmals 1588 und hatte folgenden (rot und schwarz ge-druckten) haupttitel: Ernewcrte Rc-\schreibung, der lVolgedcnck-\würdigen Allen vnd warha/ften \ verwunderlichen Geschieht |Vom | Herren Feiern von Slauf-'fenberg genant Diemringer |auß der | Ortcnau bei Rein, Rittern: j Was Wunders jhme miteiner | Mecrvcin oder Morfahe \ seie begegnet: | Darzit ein auß-fuhrlicher Bericht vnd Vorred \ gethau worden, warumb ebenbei heutigem vielerlei \ Disputieren vom Zauberwerck, gegen-werlige Beschreibung nunmals wider | außkommen: vnd dann |sonderlich was von dergleichen vnd andern \ Familiären odergeheimen ztdcvppeligen Gei-\stern sei zuhalten, [holzschnil.t: derritter, mit dem kelchwappen im fälmlein nach rechts reitend.|Zu Slrußburg, bei Bernhardt Jobin. | 1588'). die anregung zuder neubearbeitung hatte der junlcer Melchior Widergrün gegeben,der sich derzeitin bewonlickem besitz des schlosses Staufenbergbefand; aber mehrere sich rasch folgende auflagen) bewiesen, dasses auch noch immer ein publicum für den altbeliebten stoif gab.der Verleger Jobin, der das werkclien dem junker zueignele, hatauch die Vorrede unterzeichnet: aber in jeder zeile verrät sichschon hier Fischart durch seine krause, wirblige gclchrsamkeit,groteske etymologien, Wortspiele und scherze wie den von den'halb fraxten vnd halb Fischartischen bildern'. und ein zweitertitel vor dem text meldet denn auch: .... erneuert vnd an taggebracht durch J. F. G. fl/. 3 ).

So ist die ganze geschickte der Überlieferung aufs engste mitdem Eisass und speciell mit Strafsburg verknüpft, die liand-schrift und der druck, die erneuerung und zuletzt die publication

1) der titel ist mich (1cm exemplar der VUnebener liof- mul Staats-

bibliothek (L. eleg. 107) gegeben, die fassung bei Goedekc n a 502 ist un-genau. 2) die bibliographischen angilben bei Engelhardt s. 12 f. undbei Goedeke uao. bedürfen der revision. 3) worauf sieh Wackernagels

Zweifel (JohFischnrt s. 0(1) gegenüber dem texte gründet, weifs ich nicht.