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Zwei altdeutsche Rittermaeren
Entstehung
Seite
XIV-XV
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XIV

KINJ.IilTUNG.

«rluüi reiz, aber mich welche Schwierigkeiten ihm eine ausführ-liche behmidlung dieses Stoffes bieten würde: v. 83 (1'. Ich saycttu wol für baz Von Troie. waz hülfe daz? Wir muffen ezUlzen beltben; und v. 71 ff. Ze Troie (jeschach wunder. Baz istein rede besunder, Der ich ff ent e ein ende funde Mit Worten,ob ich künde ja die zeileu, mit denen dieser abschnitt schliefst,und die leider in der hs. durch einen bösen fehler entstellt sind,scheinen geradezu den verzieht auf eine zeitweise gehegte absichtauszusprechen v. 75 f.:

dar umbe ichs überhaben hän,daz ist durch fremde getan.

wegen ungenügender Vertrautheit mit dem Stoffe [den selbst deraugenzeuge Dares nicht bewältigen konnte v. 3741] habe iches aufgegeben 3 , [das unsinnige freiule der hs. schien sich gra-phisch (fremde) durch fremde besser zu erklären als durch Hauptsbraute (schwäche,liinfälligkeit), das mir überdies ein entschiedenzu starker ausdruck sein würde.]

Der autor kannte also noch keine deutsche Trojadichtung,und es gab wol noch keine, sein werkchen fällt vor die arbeitHerborts von Fritzlar, vielleicht hatte ihn graf Friedrich vonLeiningen, der minnesänger, zur Übertragung des romans aufge-fordert, und als er eine ablehnende antwort gab, sei es weil ihmder stoff zu fern läge ( durch fremde), oder weil er sich zu schwachdazu fühlte ( durch brwde), da sandte der graf seinen kostbaren Co-dex an den hof von Thüringen, zu dem er alte beziehungen hatte(Ludwigs kreuzfalirt v. 17 OS ff.) und dem, wie er wusste, mehr alsein tüchtiger Übersetzer zur Verfügung stand, dass man hier geradefür die antiken und pseudoantiken stoffe interesse besafs, bewiesenschon damals die Eneide des Heinrich von Veldeke, der verdeutschteOvid Albrechts von Halberstadt und vielleicht die Alexanderdich-tung Biterolfs-.

Wie nach vorne Herbort von Fritzlar, so begrenzt nachhinten Gottfried von Strafsburg die datierung des werkchens. dennso wenig man bisher etwas von stilistischem einfluss des Tristan-dichters hat herausfühlen können: cs finden sich sachliche remi-niscenzen und z. tl. mis, sverstundnis.se, die nirgends anderswoherstammen können, 1) die beschreibung des kostbaren bettes v. 1113ff.

.MOl'JZ Vox CI!AON.

XV

i-t durch zwei merkwürdig" zi'ipc ausgezeichnet: für dieriogid ,ln if i cs, sei ' Imlz Y"ii Villen nun ') venvemleL (11-2), das nicht\ i rbaimcn könne, und die arbeit amgoltcr sei >o kostbar oderkun Ivoll guwe ml, da-s Iran Cas*a n d ra (11.1b f.) niemals.in iic-tcic- weil, luigciilll bube, nun i-t von einer besondernkui li.-rtigheii >b r C.i- .ui.dm in weiblichen liamlmlieiti-ii weder, .ir.lii.i-ii ob . 1! b im.g imch den mit li-liilterlielu-ii Trojaromanen.(ca LLunit: bi i llumiT wie bei Apollodor oder Vcrgil, bei]i ... . b i 1.- in.it und llerburt wird man vergeblich nach einerd ..i kund- -nelieii. dagegen lall Gottfried von Strafsburg

. :,.m ,ib . bi.in, der von lieben.-würdigcr ironio 2 ) gegen meist erV, ;b. ki- und -eine nachabmer durclitränkt ist,min frou Cassan-d,r, ihr Troicriiutc' allerdings zu einem ideal weiblicher

liiindii rligkeit gestempelt (Trist. 40-18 11'.) und sie in über-mütiger Imine, dem Waffenschmied Vulkan (4930) an die seite ge-f-l. lli: zum M-blu-se der kleinen abschweifung führt er das sonder-b.ii- ]..irclu-n noch einmal fest zusammengekuppelt vor 4970 ff.:ja V ulk an und C assander,diu zwei bereiten ritler niebaz ze prise dünne ouch die.

in der form der ironischen aposiopese hatte Gottfried, als es sichum die lierstellung und beschreibung der ausrüstung Tristansbandelte, den gott Vuleanus und die Trojerin Cassandra herauf-hemidit, und das fiel dem dichter des Moriz von Craon ein, alser ein kostbares bett schildern wollte, aber und das ist fürseine wissenschaftliche bildung recht bezeichnend des gottes\ ulcmius erinnerte er sich nicht mehr, er kannte nur einen berg

I) ich begreife nicht, warum sich Fllcc-h Germ. 17, 1 TU abmi'ihl, dasJhdeuniis der hs. durch ebantts oder Libanus zu ersetzen: die ausclimumg,dii.-.i das auf einem vulcan gewachsene liolz unvcrbremilich sei, ist dochohne weiteres verständlich, und unter i/iotis Fulcani oder einfach Fukanusverstand das ma. bestimmte feuerspeiende berge, entweder den Aetna oderdm vulcan der inset Stromboli; vgl. z. b. Kaisercliron. 1.1172. 1418G unddie Vuk-anus-anekdoteii hei Caesarius von lleistcrbach (cd. Strange) ll 322 if.325: Du jioeiia Rertholphi dueis Ccringie qni uiissus est in Vuleamim.

2) so ist die stelle richtig beurteilt von Halmsch Trislmistudieii (prngr.Danzig 1885) s. 5. 3) den Zusammenhang beider stellen hat erkannt,

über falsch ausgeh-gt Reliaglicl in s. ansgabe d. Veldeke s. <( XXI f.