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Zwei altdeutsche Rittermaeren
Entstehung
Seite
X-XI
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X

EINLEITUNG.

der _1 GS betjan und gleich darauf 172 be.f/unde am versschlussverwendet, 1G72 sol und 1714 sal braucht und damit normalisie-mugsgeliisten genügende Warnzeichen entgegenhält.

Was die zeit der ab fas sung angeht, so ist man seit Haupts. 31 wol allgemein geneigt, das gedieht nicht später als in den\ anfang des 13 jhs. zu setzen, keinesfalls nach Gottfried vonStalsbürg, ja Scherer ging so weit zurück, dass er den MvC.mit den glänzenden Mainzer pfingsttagen von 1184 in Zusammen-hang bringen und in ihm eine erste frucht von Veldelces einfiusserblicken wollte (Gesell, d. d. litt. s. 151). der Hauptgrund für diesefrühe nnsetzung ist der gewesen, dass Heinrich von Veldeke der ein-zige deutsche poet ist, den der autor (v. 11G0) nennt, und dass sichbei ihm keinerlei reminiscenzen oder entlehnungen aus Hartmann,geschweige denn ein stilistischer einfluss Gottfrieds oder Wolf-rams hat entdecken lassen, dazu tritt die naive freude an glanzund prunk des rittertums, das offenbar noch nicht lange in Deutsch-land heimisch war und seinem dichterischen bewunderer noch keineSchattenseiten enthüllt hatte, auch Haupts urteil, dass 'besondersdie einlcitung den altem ton der höfischen dichtung aufweise,finde ich berechtigt, ja ich möchte die kriterien, welche das ge-dieht dem anfange des 13ten jhs. zuweisen, zunächst noch umein paar greifbare vermehren, da sind einmal die klingendenreime, deren bedeutsamkeit auch für chronologische bestimmungenneuerdings Ivochendörffer Zs. f. d. alt. 35, 291 hervorgehobenhat: ihr procentsatz ist vom 12 jh. ab in beständigem ab-_nehmen begriffen, ausnahmen erklären sich bald aus dem dialect(mitteldeutsch und bairisch sind hier die extreme), bald aus der( archaisierenden riclitung eines autors (wie Konrads von Würz-burg). während noch der Graf Rudolf unter 70G reimpaaren334 klingende aufweist, also 47,n° ( o, gelangt Wolfram vonEschenbach knapp auf 20 °/o. ich habe zur Vergleichung mitMvC. aus zwei mitteldeutschen und drei alemannischen dichtemder blühtezoit ein. stück von gleichem umfange, und zwar jedes-mal v. 20013784, ausgehoben und gebe hier die resultate inprocenton. cs bieten klingende reime Gottfrieds Tristan: gut 32 °/o,Hartmanns Erec: 33 "/o, Herbort von Fritzlar: 34 u /o, VeldekesEneide: fast 40 °/o, Moriz von Craon: 40'/:) °/o, Konrad Fleck:

MoltlZ VON CU AON.

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,,l,] .12"/,,. d.-i (liehi'-r fügt sich also mit dom hohen proeent-miU .-einer klingenden reime recht gut den alemannisch-mittel-duit-i h. u dichtem der zeit von 11851215 ein. ein nochl.< -«erc!. hritei inm gehen die fremdwörter ab. unser autor lässt sichin der|i.tr.-Müik' it ihrer anwendung unter den oben aufgezähltennur mit llartmann vergleichen, obwol doch der gegenständ seinesv., ihchei, zu r. üblichem gebrauch geradezu hätte herausfordern,, u . ih r ritterlichen Sphäre stammen turnei (508. G23.o. i. *.i. -) und lunticran (275. 270), puneiz (002), juxte (1013),- :,\n (i.22. lull), r/olter (782. 1135) und tjovertiure (702),

< . tin r (711) alle auch bei Hartmann schon bezeugt, ebensov. c jir'n (10. 2S2. 2SG. 1018) und palax (228) und die kleider-M.-lle somit (015), zenital (784), scharlut (65S). Hartmann fremdi-t nur irnmbes (10GQ. 1557, vgl. wambaset) und lendenicr (838,!- *:i.-1 vor Wolframs Willehnhn nicht nachgewiesen) und die lau-. il.inslrumentn labüre (8G2), / loitc (SG3), buxi'mc (8G7), die aberanderweitig um 1210 genügend bezeugt sind, auch hier weistnichts über 1215 hinaus, ein drittes kennzeiclicn des alters derdichtung kann ich hier nur andeuten, es bedarf mehr noch alsdi.- vorausgehenden zusammenfassender bchandlung. der dichteri-t nichts weniger als reich an reimen, gleich wol fehlen ihm formel-hafte reime, fliekzeilen und reimfüllende flickwörter, wie sie einenRudolf von Ems und vor allem einen Konrad von Würzburgcharakterisieren, fast ganz.

An diesen terminum 1215 freilich komme ich mit ver-schiedenen beobachtungen und erwägungen ziemlich nahe heran,inner poet kannte eine ausführliche darstellung der Trojasageaber in welcher spräche? in deutscher hat es allem anscheinnach vor Herbort von Fritzlar keine solche gegeben (vgl. JosephZs. f. d. alt. 30, 395 ff.), aber da wir das im auftrage landgrafHermanns unternommene werk des 'gelehrten Schülers aus Hessen-land seither nicht enger als mit der regierungszeit seines fürst-lichen gönners (1190-1217) zeitlich umzirken können, so ist cswunderlich genug, dass noch kein mensch die frage nach demVerhältnis des Moriz von Craon zu Herbert aufgeworfen hat. aufden ersten blick scheinen sich einige berührungspuncte zu ergeben,wie ich die zcile 37 ergänzt habe: Darex der da (ini(e') was,