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EINLEITUNG.
(-=/,««) schreibt er 135. 279. 741. 79G. 904, 920. 1500, be-kam 8; am: (^=> arm) subst. 010, ndj. 571. 1778; ran : (-— ruotn)721; raun : (= räm) 820. nur gelegentlich dringt die ihm ge-läufige form auch zerstörend ins reimbild: so 179 kom : man .—1)) nenn der Schreiber 1701 für ein zweifelloses nnzit des dichtcrsnichtzit bietet, so hat er in seiner Vorlage offenbar nuzil gefun-den oder zu finden geglaubt: auch diese entstcllung würde, wennalt, auf den deutschen siid westen hin weisen. — andere erschei-nungen widersprochen dem grobbairischen Charakter der sprächeRieds ebensosehr, sind aber mehr mitteldeutscher färbung: c) diebewahrung des stummen e nach liquida, besonders im wortauslauttritt namentlich in den reimen der ersten hälft« auffallend hervor:29 f. hcre : ivere, 325 f. bemare : rviderfare, 399 bemaren, 428verloren, 477 f. rjervenct : sencl, 029 f. rvere : mere, 051 f. rame :alsame, 728 sglen (:tillen), 757 f. zile : vile, 799 f. clarvore:empöre, 853 f. ture-.herfure usw. — d) das unbetonte c derpraefixe fand R. in seiner Vorlage als i geschrieben: daraus er-klären sich fehler wie 337 irr gce für irge, 400 ir frerven fürirfreumen, 088 hicynn ist für hie inist, 754 in gie für ingie(oder in ingie?), 1589 in wist für inmiste-, 1237 nit menckcnfür inlmenken. auf die gleiche färbung des e in den endungendürfte ein fehler wie 1299 meinem für in min (d. i. minin ausin min) hinweisen. — e) in 3 fällen (2. 33. 1305) haben Hauptund ich ein iu für auch der hs. eingestellt: das setzt natürlichvoraus, dass in der Vorlage auch für den daliv die form uchstand; in mittelrheinischen hss. ist das um 1200 schon ganz ge-wöhnlich. — für das alter der erschlossenen hs. dürften etwafolgende kleine kritcrion sprechen: die ältere, A-ähnliche formdes z (t;) wird am deutlichsten bezeugt durch die entstellung ffeu-lannder für ze Vlandern 057; für sc statt sch spricht der fehlerscrirtrn 023; die gleichfalls altertümliche proklise der praepositionenbelegen die irrtümer mir statt in ir 225. 1170, minin statt in min1299 (s. o.), Ileulanndcr statt ze vlandern.
Ich glaube, dass der sprachliche liabitus von Rieds Vorla gedem original recht nabe, kam, denn die heimat des gedicktesliegt eben da, wohin uns die mutterhs. weist, auf der grenze vonOber- und Mitteldeutschland, von Alemannien und Franken, das
MOIIIZ VON CRAON.
IX
lmt schon FBcch Germania 17, 174 f. bestimmt ausgesprochenund genügend begründet und diese erkenntnis zur rcchtfertigungeiner reihe von hsl. lesarten gegenüber Haupt verwertet, fürOberdoutsehland im weitern sinne würde der rnangcl der bekanntennid. vocalerscheinungcn in den reimen sprechen: es fehlen nichtnur bindtingen f>(u):no, i(i): ic, sondern selbst solche von wiegänzlich, .-peeicll auf Alemannien weist dann die häufigkeiiTderreime von uuslnutcndom m : n. bezeugt sind:') das praet. kam ( be-kam ): man (und dessen composita) 135 f. 179 f. 279 f. 741 f. 795 f.020 f. 1109 f.;: heg an 7 f. 903 f.; vernam : man 1259 f.; arm adj.:vom 573 f. 1777 f.; arm subst.: vorn 015 f.; ruom-.vertuon 721 f.;rihn : Crahn 825 f. nach Mitteldeutschland hinüber deutet hin- \~<gegen eine reihe vereinzelter erscheinungen in flexionslehre undWortschatz, hervorzuhebon ist insbesondere die bewahrung desalt. ii a im practcritopracs. sal-.misseval 131S nahtegal 1714, salt:geaalt 1300; ferner die umgolautcton sw. conjunctive praeteriti‘\wie von machen melde (: rrhte) 1741, gewehte (: gesiebte) 1137,denen ich unbedenklich smente im vers 1.745 zugesellt habe, überdie schwache flexinn von murr f. (Stil. 1702), wlgande m. (59) s.K'-eh aao. von worlformen können bretc (-.bete) 102, phlihtc 908,zendnt {; endete : bäte) 901 als nid. angesprochen werden, säim r.-im 050. 1507. 1700 (denen kein sdn gcgcniiberstelit) weist"ehr nach Oberdeutsehland, barrieh 059 bestimmter an den< >!« rrle in. zwischen Plml'shurg und Worms, diesseits oder jenseitsd’ 4 Rh> 'in*, wird mau die heimat des dichtcrs zu suchen haben. 2 )
..b «lue nähere be-iimumng jemals gelingen wird, ist schon darum/tt.'ifelhnft, w.al er keineswegs seinen beimatsdialcct, sondern einesehriftspraehe schreibt, die sich in doppclformcn überall bekundet,es wäre nicht schwer gewesen, einzelne von ihnen durch conjecturzu beseitigen, wie etwa zendäle 784 neben zendäte 901, denMarken sing, wignnl 1021 neben dem schwachen plur. wiganden 59,aber das seinen einem autor gegenüber gewagt, der im unmittelbarennebeneinander 1430. 1437 : He, liez: als reimworte folgen lässt,
1) über die selircilmng der hs. s. s. vnf. 2) auf 'oberdeutsches grenz-te bi,.(’ „eisl ihn auch Vogt in Pauls Grnndr. II 1, 271, während ihn Schererxii 138 und bestimmter Gesell, d. d. litt. s. 151 als Mitteldeutschene irlim t „iid an Mainz als seine heimat zu denken scheint.