Kämpfe Nureddins wider die Christen. i;
worauf Nureddin dem Chatlach, dem Priester des verstorbe-nen Emadeddin, hervorzugehen hieß gegen diese beyde. Die-ser ging hervor, turnte einige Zeit zwischen ihnen bcsdcn,dann stürzte er sich auf den einen von ihnen und erschlug ihn;hierauf turnte er wieder einige Zeit und täuschte den anderndurch List, dann näherte er sich der Schlachtordnung derUngläubigen, stürzte sich auf jenen andern und erschlug ihnebenfalls. WorauferwiederzurSchlachtordnungzurückkehrte.
Der Scheich David aus Jerusalem, der Diener des Gra-bes von unserm gebenedcyetcn Propheten, berichtet überdiese Begebenheit also: Der König von Jerusalem hattemir ein Maulthier geschenkt, worauf ich an diesem Tageritt, als ich Unit dem gerechten Könige Stand hielt. Undals die Ungläubigen herbeykamen und in die Nase mei-nes Maullhiers der Geruch von den Pferden der Un-gläubigen kam, da wieherte es aus Verlangen nach denPferden. Sie aber, als sie das Gewieher meines Maul«thiers hörten, sprachen: Das ist David, der auf deinMaulthicre reitet, mit Nureddin, welcher dort Standhält. Und wäre dabey nicht List und Hinterhalt von denMuselmännern: warum würden sie Stand halten mit einemso kleinen Häuflein und einer so geringen Schar? Dieseshielten sie für gttviß und wagten deshalb nicht sich zu nä-hern. Er fährt dann also fort: Alle, welche mit dem Kö-nige waren, gingen zu ihm, küßten vor ihm die Erde undsprachen: O Herr, ihr seyd der König über alle Muselmän-mer in diesem Lande und in dieser Gegend, wenn niin, wasGott abwenden wolle, durch die Ucbcrmacht der Frankenein Unfall über die Muselmänner käme, wer würde ihn bes-sern können? Er sprach und schwur, das würde der ScheichDavid können. Da ergriffen sie aber den Zügel seines Ros-ses wider seinen Willen und führten ihn von diesem Orte