Zweites Kapitel.
^emaß der Verfügung des Königs Balduin, jedoch nichtsohne Schwierigkeit, kam Amalrich in den Besitz der königlichenGewalt; denn viele der weltlichen Barone waren ihm cnt-gegen. Nur der Zuneigung der Prälaten und besonders demEifer, womit der Pa-riarch Aimerich von Jerusalem seiner Sa-che sich annahm, verdankte er den Thron. Denn der Patriarchberief schon am achten Tage nach Balduin's Tode, bevor dieGegenpartei) hinreichende Stärke erlangen konnte, die Prälatenund weltlichen Barone in dieKirche des heiligen Grabes, undsetzte dem Grafen von Joppe und Askalon die königlicheKrone auf').
Auch Amalrich war nicht unwürdig des königlichenNamens, wiewohl seinen« verstorbenen Bruder an Anlagenund Tugenden keineswegs gleich. So sehr Balduin IH. dieLiebe und das Vertrauen seiner Unterkhanen sich zu erwer-ben gewußt hatte: eben so sehr erweckte Amalrich Unzufrie-denheit und Mißtrauen. Die Geistlichkeit, ungeachtet seinerRegelmäßigkeit in Erfüllung aller Pflichten des äußern Got-tesdienstes und seiner Genauigkeit in Entrichtung des
i) Die Gründe, aus welchen dieCrneinumg deS Königs Amalrich inAnspruch genommen wurde, werdenvon Wilhelm oon Tyrus (X7X. r.)nicht angeführt, llebrigens wird vondiesem Schriftsteller die acht Lage nae»des Königs Balduin Ableben gesche-
hene Krönung des Königs Amalrichin d.rs Jahr nüz gesetzt, da dochder Tod seines Vorgängers in dasJahr iwa gefallen sepn soll. DaSPerfthen in wahrscheinlich auf Rech-nung de» Abschreibers zu setzen.
i. The.nür.
»7 Fbr.
IIÜ3.