Drittes Kapitel.
^er Tod Nureddins befestigte die Macht des furchtbarenSaladin zu einer Zeit/ wo das Christliche Reich in Syrienin die schwachen Hände eines kranken Knaben kam. Schonam vierten Tage nach des Königs Amalrich Tode wurde >r J»r.sein dreyzchnjährigcr Sohn Balduin von dem PatriarchenAmalrich unter dem Veystandc sämmtlicher Prälaten desReichs in der Kirche des heiligen Grabes gekrönt; und überdie Verwaltung des Reichs erhoben sich bald mancherleyStreitigkeiten/ welche unter diesem verderbten Volke/ wiegewöhnlich / zu grauenvoller Lhat führte.
Der Graf Raimund von Tripolis/ welcher nicht langezuvor aus der Gefangenschaft der Heiden zurückgekehrt war/erhob Ansprüche auf die Vormundschaft während der Min-derjährigkeit des Königs/ und stützte sich auf seine naheBlutsfreundschaft mit dem königlichen Hause/ auf seineWürde/ als der mächtigste Lehnsmann der Krone/ und aufseine Verdienste um den König Amalrich. Er kam selbstnach Jerusalem,' um seine Ansprüche geltend zu mache»/ undführte sie vor dem König und den anwesenden Fürsten ineiner Rede aus, in welcher er behauptete, daß ihm dieVormundschaft gebühre auch als billige Vergeltung, indemer zu derzeit, da er in der Gefangenschaft von Nureddin