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Fünftes Kapitel.
wie durch Unfrieden und Parteiung das schwache Reich 2-^br.der Christen zerrüttet wurde/ eben so auch die Kirche desheiligen Landes. Wie die Layen mit einander uneins wa-ren, eben so die Pfaffen; und wie der König Veit den stol-zen Baronen des Reichs mißfiel, eben so war ein großerTheil der Geistlichkeit unzufrieden mit dem Patriarchen Hc-raklius von Jerusalem.
Schon wider seine Wahl hatten sich viele Stimmen er-hoben; besonders der verständige Erzbischofs Wilhelm vonTyrus hatte die Wahlversammlung ernstlich abgemahnt,den Erzbischoff Heraklius von Cäsarea zu Wahlen, zwar miteinem Grunde, welcher weniger von der Unwürdigkcit undUnfähigkeit des Bewerbers für dieses hohe Amt hcrgenommenals wohl berechnet war, auf eine Versammlung von Geist-lichen des damaligen Zeitalters und in einer so ängstlichenLage der Dinge zu wirken. Denn der Erzbischoff Wilhelmversicherte in alten Büchern gelesen zu haben, daß, so wiedurch einen Patriarchen Heraklius das heilige Kreuz inPersien gesunden worben, es eben so durch einen Patriar-chen Heraklius würde verloren werden. Weil aber die ver-sammelten Prälaten durch Sibylle, damals die Gemahlindes Markgrafen Wilhelm, welcher der Erzbischoff Heraklius