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3,2 (1819) Die Kämpfe der Christen wider Nureddin und Saladin bis zum Verluste von Jerusalem im J. 1187
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307
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König Veit.

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Die Antwort Saladins auf diesen Antrag fiel nichtgünstig ans, zumal da wahrend Balian im Lager der Hei-den war, zehn oder zwölf Fähnlein der Heiden durch dieDresche der Mauer eindraugen, selbst die Mauer erstiegen,und das Panier Saladins auf einen Thurm aufpflanz»tcn"*). Da ermannte sich aber ein Ritter aus Deutsch-land und munterte seine Kampfgenossen mit kräftigen Wor-ten ebenfalls auf zum Kampfe. Sie griffen die Heiden mitunwiderstehlicher Tapferkeit an, drängten sie aus der Stadt,gewannen ihnen den eroberten Thurm ab, und warfen dasPanier Saladins hinab auf die Erde

Diese tapfere That machte Saladin willfähriger, diebedingte Uebcrgabe der Stadt Jerusalem anzunchmen, undBalian wurde auf den folgenden Tag beschieden. Mittler-weile arbeiteten aber die Wurfmaschinen der Heiden ohne Un-terlaß, und von einem Thurme wurde in der Nacht durcheinen heftigen Wurf ein großer Theil mit solchem Geprasselherabgeworfen, daß in der Stadt die größte Furcht ent-stand und die Wachen in der Meinung, daß die Heidenselbst in die Stadt cingcdrungen wären, über Vcrrathschrieen'^). Am andern Tage wurde auf der ganzenMauer von den Priestern und Mönchen ein feycrlicher Um-gang gehalten mit dem Frohnleichnam, mit Kreuzen und Pa-nieren und andern heiligen Zeichen unter inbrünstigem Ge-bete zu Gott und der heiligen Jungfrau um Errettung derheiligen Stadt; und die vornehmen Frauen ließen zum Zei-chen ihrer Demüthigung vor Gott ihre Töchter entkleidet inWannen, welche vor dem Calvarienberg gestellt und mitkaltem Wasser gefüllt waren, bis an den Hals sich untertan-chen, die Haare sich abschneiden und von sich werfen

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