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3,2 (1819) Die Kämpfe der Christen wider Nureddin und Saladin bis zum Verluste von Jerusalem im J. 1187
Entstehung
Seite
308
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zoz Geschichte der Kreuzzüge. Buch IV. Kap. V.

Aber weder das Gebet der Priester noch diese thörichteirKasteyungcn der Kinder brachten den Pullanen Rettung vondem durch schwere Sünden verschuldeten Untergänge "H.

Balian fand auch an diesem Tage bey Saladin anfangskein Gehör; sondern der Sultan forderte unbedingte Erge-bung in seine Willkür/ versichernd, daß er geschworen habe,keinen Vertrag den Christen in Jerusalem zu bewilligen. Alsaber Balian mit Bitten in ihn drang, wandte sich gleichwohldas Ecmüth des edeln Sultans zur Milde Gott zu Liebeund Euch, Ritter/ zu Gefallen, sprach Saladin, mag ihrHabe und Gut ihnen bleiben, aber ihre Leiber sollen in mei-ner Gewalt scyn, wie in einer überwältigten Stadt; jedoch

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-M) Saladin berichtet selbst disUrsache, welche ihn zur Milde be-wog, in dem bereits mehrere Maleangeführte» Briefe ( S. gyo) mitfolgenden Worten: Al) man sichder Mauern bemächtigt batte, dieMauern cmblöst waren oon Vcrthei-digern und der Stein wieder zu Staubgeworden war,wie er ehemals gewesen,endlich auch die Thors in dis Gewaltdes Dieners Gottes (v. I. Saladins)fielen: Da verzweifelten die Ungläu-bigen und das Haupt der Gottlosig-keit, Ben oder Bezbarran, kamheraus und bat, die Stadt durchDerirag zu nehmen und nicht mitGewalt. Die Erniedrigung VeS Un-glücks und der Verzweiflung warausgcdrückt auf dem Angesichte diesesMannes, weicher zuvor sich königli-cher Würde rühmte: und er, vorwelchem zuvor niemand die Bugen

zu erheben wagte, warf sich niederin de» Staub und sprach: Dort(indem er nach der Siadt zeigte)sind Tausende von gefangenen Mu-selmänner». Die Franken aber sindübcreingekommcn, wenn ihrdieStadtmir Gewalt nehmt und die Last deSKrieges auf ihre Nücke» falten lassenwollt, alle diese Gefangenen zu er-würgen, und dann ihre eigenenFrauen und Kinder zu tödten, alsodag ihnen nichts anders zu wünsche»übrig bleiben wird als der Tod:aber keiner wird sterben, ohne vieleMuselmänner zuvor gewdtet zu ha-ben. Oie Emire riothcn hierauf denangcbolcnen Vertrag anzunchmcn.Denn, sagten sie, es ist kein Zwei-fel, dasi dis Belagerten, wenn dieStadt mit Gewalt erobert werdensollte, sich blindlings in die Gefahrstürze» und ihr Leben für das, wassie so tapfer vertheidig- haben, zumOpfer bringen werden. " Nach Bo-haeddin (S. 74) wurden wirklichobngefähr drey Tausend gefangeneMuselmänner in Jerusalem gefundenund bcfrcvt.