König Veit.
-77
heit zum Kampfe entzogen wurde, riech wiederum, wie einstan der Quelle Tubania, zu strenger Vertheidigung und zuVermeidung einer Schlacht, und beschwor den König, diedcrmalige Stellung an der Quelle von Scphoria nicht zu ver-lasse», sondern in derselben den Angriff Saladins zu er-warten. Er unterstützte diesen Rath mit starken Gründen.Er erinnerte, daß das Land zwischen Sephoria und Libe-rias durchaus nicht günstig wäre für die Christen, vielmehrden Heiden alle Vortheile darböte; sowohl weil die Wegesteil, felsig und ungemein schwierig waren für die Ritterund ihre schweren Rosse, und die häufigen Gcbirgschluchtcnund Thäler zu Hinterhalten sehr geeignet, als auch weil aufdieser ganzen Straße kein andres Wasser zu finden wäre, alsder kleine Fluß Kischon. Den Türken würde cs also leichtscyn,die Christen zu nökhigcn zu einer solchen Stellung, wo esihnen in der heftigen Hitze der Jahreszeit an Wasser gebrä-che, also daß sic und ihre Pferde vor Durst verschmachtenwürden. Denn es ließe sich nicht zweifeln, daß, sobalddie Christen auszögcn gegen Liberias, Saladin mit seinenHorden ihnen entgegen kommen und dann nach der gewohntenWeise der Türken zurückwcichcnd, durch stete kleine Angriffeder leichtbewaffneten Türkischen Reiter die schwer gepanzer-ten Ritter ermüden würde. Und wollten dann die Rittermit aller Gewalt wider sie anrcnnen, so stände den Türkendie Flucht in das nahe Gebirge offen, woher am andernLage durch reichliche Nahrung und frisches Wasser gestärkt,sie auf die durch Hunger und Durst ermatteten und durchdie Hitze und den steten Kampf des vorigen Tages ermüde-ten Christen fallen und ohne große Mühe sic vernichtenkönnten. Dagegen böte den Christen ihre gegenwärtige Stel-lung jeden Vorthcil dar, reichliches Wasser, überhaupt hin-reichende Zufuhr von Lebensmitteln, und sicherer Rückzug
?. Ck,k.i>S7.