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3,2 (1819) Die Kämpfe der Christen wider Nureddin und Saladin bis zum Verluste von Jerusalem im J. 1187
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274 Geschichte der Kreuzzüge. Buch IV. Kap. V.

heilige Kreuz 'anzubeten, und am Grabe des Heilandes demKönige feyerlich zu huldigen*^). So aufrichtig aber auch dieVersöhnung zwischen dem Könige Veit und dem Grafen vonTripolis zu seyn schien, so hielten doch viele die Freundlich-keit des Grafen für verstellt, und meinten, daß er es heim-lich noch mit Saladin hielte

In dem Lager bey Sephoria sammelte sich eines derstattlichsten Heere, welche jemals im gelobten Lande widerdie Heiden gestritten hatten. Außer den königlichen undmit dem Schatze des Königs von England geworbenen Ritternund Fußknechtcn kamen die Templer und Hospitaliter mitvielem Volke aus allen ihren Durgen; es kam der GrafRaimund mit seiner ganzen Macht aus Tripolis und Galiläa,auch der Fürst Rainald von Montroyal und Krak mit einerkampflustigen Rittcrschar. Nicht minder Balian von Nea-pvlis und Rainald von Sivon, so wie auch Walther vonCäsarea erschienen mit wohlgerüsteten Ritterschaften. Auchsandte Fürst Boemund von Antiochien gemäß der an ihn er-gangenen Aufforderung seinen Sohn Raimund mit fünfzigRittern. Es sammelten sich zwey Lausend Ritter, unzähligeTurkopulen oder leichtbewaffnete Bogenschützen, und acht-zehn Tausend Fußkncchte oder mehr ^). Sie sandten auchan den Patriarchen von Jerusalem und luden ihn ein, mit

27) Nach der Erzählung des Na-dulph CoggcShale begab sich derKönig Mil dem Grafen nach der Zu-sammenknnsr in der Ebne Doiaimunverzüglich nach Jerusalem. DemAusenlhalr und den Berarhungen zuNeapoliS, deren die übrigen Schrift-steller erwähnen, wird indest damitnicht widersprochen.

rg) Der Englische Annalist Rogervon Hovrden (S. Ssto-) scheuet sich

nicht, inwerholcn zu behaupten, dirVersöhnung des Grafen mit demKönige sey nicht redlich gemeint ge-

Auch die nachherigcn Ereignisse be-weisen deutlich das allgemeine Miß-trauen gegen den Grafen Raimund,welches denn frcvljch begründet ge-nug war.

Ly) Al 0 gibt Nadulph Coggeöhal»(S, SS3) die Zahl an.