König Veit.
27;
einander entgegen zu Fuße. Vor den Augen der anwesen-den Bischöffe und Ritter fiel der Graf nieder vor dem Kö-nige auf die Knie; der König aber hob ihn empor und um-armte ihn. Dann begaben sich bcyde mit ihrem ganzen Ge-folge nach Neapvlis, um über die Ve-rrheidigung des Landeszu ratbfchlagen ^). Daselbst wurde auf den Rath desGrafen Raimund beschlossen, nach gewohnter Weise beyder Quelle von Sephoria die Miterschafr des Reichs zu ver-sammeln und abzuwarten, wohn, Saladin sich wenoenwürde. Auch erbot sich der Meister der Templer, den seinerQbbur anverlranten Theii des Schatzes, welchen KönigHeinrich von England als Buhe für oen Mord seines Kanz-lers zum Besten des heiligen Landes in Jerusalem uiedcrge-legt, und mir jährlichen Sendungen vermehrt hatte, demKönige zu überantworten, damit davon Ritter und Knechtefür den Dienst des Reichs besoldet werden möchten ^).Worauf sogleich ein Aufgebot erging in das ganze Reich analle waffenfähige und des Hccrdicnffes pflichtige Männer,sich zu den Panieren deS Königs zu versammeln. Auch wur-den mit dem Schatze des Königs von England viele Fuß-knechte geworben, welche Lanze oder Bogen zu führen ver-mochten; und der König gebot den Connetablcs dieser ge,wordenen Fnßknechte in ihren Panieren das Wappen desEnglischen Königs zu führen ").
Nachdem alles dieses verabredet worden, begab sichGraf Raimund mit dem Könige nach Jerusalem, um das
24) IliiKO x. 6c>o. Lern.
1'Iies. 152.
25) O.'rukr. Vliiis. I. r2. Hn§ok1a§. x. 6or. IZern. I'lros. 1 0.
26) »,I.oi-s x»rist Io roi !o tresor
Li Io as cllovsliers et as
IN. Eand. 2.
Hugo 1. L. Vgl. korir. I'tie».
I. e.
S
2. Ck>c,nS?.