Druckschrift 
3,2 (1819) Die Kämpfe der Christen wider Nureddin und Saladin bis zum Verluste von Jerusalem im J. 1187
Entstehung
Seite
228
Einzelbild herunterladen
 

218 Geschichte der Kreuzzüge. Buch IV. Kap. III.

2-^r. in Cilicien, welche fern von seinem Sitze war und

eingcschlossen in dem Lande jenes Fürsten. Der König unddie Fürsten des Reichs Jerusalem bemühten sich dagegenMe festen Plätze, besonders Bcryttis, in guten Verrhcidi-gungsstand z» setzen; und als sie vernahmen, daß Saladinnach Damascus zurück gekommen war, begaben sie sich ohneVerzug mit ihren Reisigen zu dem gewöhnlichen Versammrlungsplatz an der Quelle von Sephoris. Wohin auch derFürst Boemund und der Graf Raimund mit ihren Ritter-schaften beschieden wurden.

Kaum waren die Christlichen Streiter dort versammelt,so nöthigte den König die plötzlich zunehmende Heftigkeitseiner schrecklichen Krankheit, sich der Regierung des Rei-ches zu begeben. Dis dahin hatte er, so dringend auchschon ihm solches gerathen worden, weder der Herrschaftnoch selbst den kriegerischen Abenteuern sich entziehenwollen, obschon er bereits des Lichtes der Augen fast beraubtwar, und seine verwesten Hände und Füße ihm den Dienstversagten. Aber unglücklicher Weise übertrug er die Regie-rung seinem Schwestcrmann dem Grafen Veit von Joppe,dem wenige hold waren, sich selbst die Königliche Würde,die Stadt Jerusalem und zehntaujend Disanzicn jährlicherEinkünfte Vorbehalten!). Auch versprach der Graf miteinem feyerlichen Eide, weder bey Lebzeiten des Königs nachder Krone zu trachten noch irgend eine Königlick e Stadt oderWeste zu veräußern. Mit heftigem Murren ward diese Ver-fügung des Königs von den Fürsten und den meisten Rit-tern vernommen

iqi) Man sieht ans der Erzählung hörte, und also nicht ganz unbefan-deg Erzdischoffo Wilhelm von diesen gen uriheilte, Gleichwohl spricht erHändel» (XXIl. 2z.), da« er zu der mit gewöhnlicher Vorsicht, nur daö-Cegenpartev des Grasen Weit ge> jenige aid gewiß und sicher berichtend,