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3,2 (1819) Die Kämpfe der Christen wider Nureddin und Saladin bis zum Verluste von Jerusalem im J. 1187
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König Balduin IV. ry;

Kaum hatte Saladiu solches wahrgenommen; so stürm-te er mit seinen Horden wider die Kreuzesritter. Diesevermochten nicht sich in Scharen zu ordnen, und suchtennach einem kurzen Widerstande das Heil in schimpflicherFlucht. Die Verwirrung und Angst der Fliehenden warsogroß, daß sie die gebahnten Wege, auf welchen sie mitleichter Mähe sich hätten retten können, verließen, und ineine Schlucht des Gebirges sich verirrten, wo kein Aus-gang war. Dort fiel der Großmeister der Templer, Odovon St. Amand, in die Gewalt der Heiden, eben so Bal-duin von Ramcs und Hugo von Tiberias, des Grafen vonTripolis Stiefsohn, ein wackerer Jüngling, und viele an-dere wcidliche Ritter. Den kranken König rettete auchdwses Mal aus der Gefahr die Tapferkeit seiner Heergerselten; und auch der Graf von Tripolis entrann. Vieletapfere Ritter starben von dem Schwerte der Heiden. Dieübrigen, welche dem Schwerte und der Gefangenschaft ent-kamen , begaben sich kheils in die benachbarte Veste Belfort,theils nach Sidon.

Rainald von Sidon hatte noch manche dem Verderbenentreißen können; denn er war gerade mit seiner Ritterschaftim Anzuge, um mit dem Könige sich zu vereinigen, als dieFlüchtlinge ihm entgegen kamen. Da er aber von diesemdas Mißgeschick der königlichen Miliz vernahm, wich erfeigherzig zurück, anstatt den unterliegenden Brüdern zuhelfen. Die Gefangenschaft des Großmeisters der Templeraber sahen viele Christen als eine gerechte Strafe Gottes an,eben so sein baldiges Ableben in den schimpflichen Fesselnder Heiden. Denn Odo war ein ungestümer, selbstsüchtigerund hoffartiger Mann, welcher durch üble Rathschläge schon

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