König Balduin IV. »zi
Botschafter, als jener geänderte Entschluß Philipps ihnenkund gelhan wurde, wiesen diesen Antrag nicht gänzlichzurück, machten jedoch zur Bedingung, Laß der Graf undseine samnttlichc Ritterschaft mit einem körperlichen Eidegeloben sollten, auf keine Weise wider den zwischen demKaiser Manuel und dem Könige von Jerusalem errichtetenVertrag handeln, und redlich wider die Heiden kämpfen zuwollen. Der Graf sollte noch besonders schwören, daß,falls ihn selbst Krankheit von der Theilnahme an der Heer«-fahrt abhalten sollte, er seine Ritterschaft dem gcmeinschaft-liehen Unternehmen nicht entziehen wollte. AlS aber der
Vogt von Bethune zwar sich bereit erklärte, für sich undseine Begleiter den verlangten Eid, jedoch sehr beschränkt,zu leisten, für den Grafen Philipp aber und dessen übrigeRitterschaft gar keine Verbindlichkeit übernehmen wollte:so schöpften die Botschafter den'Argwohn, daß der Antragwiederum nicht redlich gemeint sey, und verließen Jerusa,lem ohne Verzug.
Die Abgeordneten des Grafen von Flandern fordertennunmehr von den Baronen deS Reichs, eine andere Unter-nehmung in Vorschlag zu bringen, bey welcher der Grafmit seiner Ritterschaft ihnen nützliche Dienste leisten könnte;und eS wurde vorgeschlagen, von Tripolis auS in daS Landder Heiden einzubrechen. Daher viele argwohnten, daßder damals zu Jerusalem anwesende Fürst Boemund vonAntiochien und der Graf von Tripolis den Grafen von derägyptischen Heerfahrt abwendig gemacht hätten, um sichseinen Deystand zuzueignen. Wenn dies wirklich geschehen:so täuschte der Graf ihre Erwartung nicht minder, als dieHoffnung der Barone des Reichs Jerusalem.
Templern In Mißbettigkeit gera- tiochien, wohin ihn der dortige Fürll»hen und bade sich deshalb nach An- geladen, begeben.
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