König Balduin IV. r/r
der Beschirmung des Reiches zu untcrwindcn. Cie wand-ten sich zuerst an den Markgrafen Wilhelm Longaspata,einen wegen seiner Krlcgserfahrenheit und Tapferkeit weitberühmten Fürsten, Sohn des Markgrafen Wilhelm desAeltern von Montferat und nahen Anverwandten der vor-nehmsten gekrönten Häupter der Christenheit. Denn seineMutter, die Schwester des Königs Conrad, war die Tantedes Kaisers Friedrich Rothbart und sein Vater der mütterlicheOheim des Königs Philipp von Frankreich. Als aber dieserim Weinmonat 1176 zu Sidon angekommen war, mißfielsein heftiges jähzorniges Wesen und seine Neigung zumWohlleben vielen Baronen so sehr, daß sie hartnäckigsich widersetzten, als ihm der Zusage gemäß des Königsältere Schwester Sibylle zur Gemahlin, und die StädteJoppe und Askalon mit ihren Landschaften als Mitgift über-antwortet wurden. Sie wurden ihm jedoch hernach gewo-gen, als sie seine Redlichkeit, Offenheit und Geradheit,welche niemals etwas im Hinterhalte verbarg „äher ken-nen lernten. Alle Hoffnungen aber, wozu die Tapferkeitund der ritterliche Muth des schönen kräftigen Jünglingsberechtigte, vereitelte sein frühzeitiger Tod; er starb nachzweymonatlicher Kränklichkeit im Brachmonate des folgendenJahres und hinterlicß seine Gemahlin schwanger.
Die Landhcrren des Reichs wandten sich hierauf anden Grafen Philipp von Flandern und Vcrmandois ?°), den
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7 s- Cbr.1176.
Okt.
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Inn.
1177 .