I. Cbr.1171.
146 Geschichte der Kreuzzüge. Buch IV. Kap. II.
beschränkte, begab sich der König in das prachtvolle Gemach,welches in dem kaiserlichen Palaste selbst ihm bereitet worden;die Barone begaben sich in die Wohnungen der Stadt, welchein der Nahe der Burg ihnen angewiesen wurden. Feste folg,ten auf Feste; bewundernswürdige Tonspiele der geschickte,sten Künstler, wie das Abendland keine kannte, kunstreiche,von Mädchen aufgeführte Tänze'^), Schauspiele, Be,lustigungen aller Art, wie die üppige Hauptstadt und derverschwenderische Hof sie darboten, wechselien ab, um denKönig von Jerusalem und seine Barone zu ergötzen. KeineMerkwürdigkeit der Hauptstadt blieb unbewachtst; zu allenKunstwerken, zu den Schätzen, Heiligthümern und köstlichenReliquien der Kirchen, auch solchen, welche sonst nicht derBetrachtung preisgegeben zu werden pflegten '^), wurden,sie von kundigen Führern gebracht, und eben so in alle Ge,wacher der kaiserlichen Paläste. Der Kaiser Manuel selbst,um durch Abwechslung diese Gäste zu erfreuen, begab sichnut dem Könige und seinen Baronen in den Palast derBlachernen, außerhalb der Hauptstadt, wo er mehrere Tagewir ihnen verweilte. Von dort unternahm Amalrich, vonWißbegierde getrieben, eine Reise längs der Küste desBosporus bis zum Ausflüsse desselben in das Mittelländische
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