,44 Geschichte der KreuzzSge. Buch IV. Kap. H.
2. Cbr Damiette, in welche er mit großer Mißbilligung seinerUnterehanen sich eingelassen, die Griechen von denKreuzfahrern verrathen und dem Verderben preisgegebenworden.
Der König Amalrich, im Gefühle dieser großen Schwie-rigkeit, beschloß selbst in Constantinopel diesen Auftrag aus/zurichten. Vergeblich mahnten ihn die Fürsten davon ab,durch die Vorstellung der großen Gefahr, in welche dasReich die Entfernung des Hauptes bringen würde. ,,DerHerr," antwortete der König, „dessen Diener ich bin,möge sein Reich regieren, bey mir steht der Entschluß fest,zu reisen." Noch im Lenzmonate dieses Jahres *") f„hxalso Amalrich ab mit einer Flotte von zehn Galeren, begleitetvon dem Bischofs Wilhelm von Ptvlemais, Herrn Garmundvon Liberias und vier andern Baronen des Reichs und einerzahlreichen Ritterschaft. Philipp von Neapel, welchernicht lange zuvor des Großmeistcrthums vom Tempel sichbegeben, zog zu Lande voraus, des Königs Ankunft in Consstantinopel zu melden.
Diese Meldung erregte nicht geringes Aufsehen amHofe des Kaisers Manuel; denn bis dahin war noch niemalseiner der Christlichen Könige von Jerusalem, der Besitzerdes heiligen Thrones von David, in Constantinopel erschie-nen ^). Daher gewährte Manuel dem Könige Amalricheine so glänzende Aufnahme, wie nicht leicht einem frem-den Fürsten an diesem stolzen Hofe zu Theil wurde. Schonin Ealiopolis am Bosporus erwartete ihn sein Schwieger-vater, der Protosebastus Johannes, des Kaisers Neffe,
14Z) „VI lä. IVIart.'* Willi. rieradilirnn Dominica« xassionis er
249) „Deiiiäe §1oviae sirae eousi- lesnrLcononig Lieikuidor er aävo-
äemrs ind'emeLLNi.in cnivii . eanis »ä se veiüal. "
Rex Hierosoi^nrorum, locornnr vo 2>r.