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3,2 (1819) Die Kämpfe der Christen wider Nureddin und Saladin bis zum Verluste von Jerusalem im J. 1187
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88 Geschichte der Kreuzzüge. Buch III. K a p. II.

^ der ^ten Geschichten fleißig unterrichtet, vor allem

aber in den Lehren des Islam sorgfältig unterwiesen, auchzur strengen Beobachtung aller Pflichten eines Muselmannsgewöhnt worden ^). Saladin vermied lange jede Gelegen-heit öffentlich zu handeln, lebte nur in Vergnügungen undGelagen, und schien, so wie jeder andern Anstrengung ab-hold, also besonders dem Kriege, wodurch er doch hernach einenso weltberühmten Namen sich gründete. Ungern entschloßsich Saladin, diesem ungezwungenen Leben zu entsagen,und nur dle gemessenen Befehle Nureddins vermochten ihn,seinen Oheim auf seiner Aegyptischen Heerfahrt zu begleiten,Erst in diesen Unternehmungen tritt Saladin auf den Schau-platz der Geschichte, aber sogleich als gereifter Mann undselbst als Rathgebec des erfahrnen Schirknh.

Ueder wenige große Männer ist das Zcugniß der Zeitge-nossen so übereinstimmend, als über Saladin. Die Christen,welche er so unverdrossen und meistens so glücklich bekämpfte,und die Muselmänner, welche durch seine Tapferkeit sich sokräftig geschirmt und die Ehre ihres Glaubens verherrlichtsahen, priesen cinmüthig ihn als einen eben so edclmürhi-gcn als tapfer» Krieger, und der ritterlichste der Könige,Richard Löwenherz, achtete ihn selbst der Ritterschaft wür-dig. Wenn die Muselmänner seinen Eifer für die ächteLehre ihres Propheten, und seine Gewissenhaftigkeit in Er-füllung aller Pflichten seines Glaubens mit begeistertenLobpreisungen verherrlichten: so erkennen die Christen,welche gegen ihn stritten, seine Redlichkeit und Treue an,so wie seine menschenfreundliche Milde gegen die gefangenenFeinde; und diese Milde vcrlcngnete Saladin nur einige-Male, als die Christen durch Grausamkeit gegen gefangene

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