82 Geschichte der Kreuz;üqe. Buch IV. K a p. II.
zuletzt selbst den Lohn so vieler Mühe und Arbeit und denPreis so vieler besten denen Gefahren, das heilige Grabdes Erlösers, ihnen entriß.
Mit Recht hatten vom Anfänge der heiligen Kriege a>.rmehrere Männer, welche in dir Zukunft zu blicken vermoch-ten, zur Eroberung von Aegypten Machen, als deur sicher-sten Mittel, die Herrschaft der katholischer- Christen irr Sy-rien zu befestigen. Denn sie nieürwa, daß ailein Aegypwnals ein an sich reiches und fruchtbares Land und der Sitzeines wichtigen und ergiebigen Handels, die Mittel darbie-ten könne, um bas an sich arme Land von Syrien mir Nach-druck zu vercheidigeu. Auch ist die Lage der bcydeu Küstenvon Syrien und Aegypten so beschaffen, daß sie sich gegen-seitig bedrohen, wenn sie nicht einer Herrschaft unterworfensind. Die Christen hatten auch bisher durch mehr als fünf-zigjährige Erfahrung erkannt, daß ohne den Besitz vonAegypten und den Hülfsmitteln, welch? dieses Land darbot,Syrien nicht lange mehr behauptet werden konnte Selbstin der Zeit, wo die Aegyprnche Macht durch innere Unruhenzerrüttet und sogar Avkalon schon in der Gewalt der Christenwar, verwüsteten Acgyptische Flotten die Syrische Küste,verbrannter: oder raubten die Schiffe in den Häfen und stell-ten auf offner See den Pilgern nach
io) Z. B. nicht lange nach der Er-mordung dcS Chalifcn Daser und deminnern Kampfe der Vczire AbbaSund Malek aS - Saleh (im 2. d. Fl.Zzo CH. rrzz), wie Abu Schamahmir diesen Worten berichtet: „AbuIala er;ählt: ES erschien cineNegyp-lischc Flotts, unter Anführung einestapfer» und im Seewesen sehr er-fahrnen Mannes, welcher mit See-leuten, so der fränkischen Sprachekundig waren, seine Schiffe br-
mannt, auch diesen Seeleuten frän-kische Kleider gegeben hatte. Erspähcte zuerst die Lagerplätze und We-ge der römischen Flotte auk- und er-kundigte sich, waS sie begönnen.Dann fuhr er nach dem Hafen vonTpruS, weil ihm gemeldet worden,da,; dort eine große Römische Flottesei) mit vieler Mannschaft und vielenGütern. ES gelang ihm auch, derSchiffs und ihrer Ladung sich zu be-mächtigen, worauf er die Mnunschaft