König Am all ich.
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chen Gedächtnis, welches ihm die Natur verliehen. Nicht 3-^sr.selten aber setzte er auch durch spitzfindige Fragen die Gottes-gelehrten, in Verlegenheit, wie einst, als er iu der Pfalz zuTyrus am Fieber trank lag, den Erzbischofs Wilhelm durchdie Frage, ob es außer den Aussprüchen der heiligenSchrift noch andere Beweise für die Auferstehung der Todtengebe 4). Sehr verständige Männer tadelten an ihm vor-nehmlich das unbedingte Vertrauen, welches er in seineBeamten und die Verwalter seiner Gefälle setzte, welcheseine Gunst zu gewinnen gewußt hakten; also daß er vonsolchen nicht einmal Rechenschaft über die ihnen anvcrtrautenGelder forderte. Diese Fahrlässigkeit machte seinen Unter-thanen die Härte und Strenge noch empfindlicher, womiter sehr hohe Steuern eintrieb; was er mit der Behauptungentschuldigte, daß die Wohlfahrt und Sicherheit des Reichsnicht bestehen könne, wenn nicht der König reich sey undgerüstet für alle Fälle, in welchen die Norhdurft des Reichsoder dieEhrc des Thrones Geldaufwand erfordere. Niemandkonnte jedoch ihm den Vorwurf machen, daß er in solchen Fallendes Geldes schonte Nichts aber erbitterte dieGemüthervieler, besonders der Barone, so sehr gegen ihn, als daß ercinenr zwar vornehmen, aber leichtfertigen, streitsüchtigen undübermüthigen französischen Ritter aus der Grafschaft vonTroyes in Champagne, Milo von Plancy, sein ganzes un-beschränktes Vertrauen und übertriebene Begünstigung ge-wahrte, und ihn nicht nur zum Senefchall des Reichs
q) Der Crzbischoff fand Liesen Be-weis in der Gerechtigkeit Gottes,welche nicht bestehen konnte, wennauf LnS Leben dieser Welt nicht einnnLereS folgte, in welchem den gmc»Handlungen der Menschen vollständi-ge Belohnung UN? dem Bösen die
gebührende Strafe zu Thsil würde.Amalrich fand sich dadurch völlig be-ruhigt. >VUIl. XIX. z.
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