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3,2 (1819) Die Kämpfe der Christen wider Nureddin und Saladin bis zum Verluste von Jerusalem im J. 1187
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76 Geschichte der Kreuzzüge. Buch IV. Kap. II.

I-Ar. Zehnten an die Kirche, beschuldigte ihn doch ungerechter Er-pressungen gegen Kirchen und Klöster, und überhaupt einer sol-chen unbegränzten Habsucht, daß ihm selbst die Gerechtigkeit feilgewesen seyn soll; und die Ritterschaft und das Volk warenihm eben so wenig gewogen Sein kaltes, verschlossenes, zurück-haltendes Wesen, zumTheil die Folge seiner Unbeholfenhcit inder Rede, war um desto befremdlicher nach der Leutseligkeitund Liebenswürdigkeit seines Bruders. Dazu kam, daßAmalrich die Fehler, welchen Balduin nur in seiner Jugendsich überlassen, niemals ablegre; und noch in dem Alter, inivelchcm Leichtsinn nicht mehr Verzeihung findet, leichtfertigden Frieden mancher Ehen störte. Sonst war er tapferund rüstig zum Streit, ausdauernd in Arbeit und Mühe,ungeachtet der Ungclcnkigkcrt seines schwammigen unförmli-chen KörperS. Er liebte kein Spiel, weder Gaukelspiel nochVretspiel; die Jagd mit Falken und Reihern war seineliebste Erholung DcS RcchtS und der Gewohnheiten,nach welchen sein Reich regiert wurde, war er nichtweniger kundig, als sein Bruder Balduin '); über-haupt so lernbegierig, daß er keine Gelegenheit versäumte,sich zu unterrichten, sehr emsig in mancherley SchriftenlaS, vornehmlich Gcschichtbüchcru, und bey solchen, welcheauS entfernten Gegenden kamen, sich fleißig erkundigte nachden Sitten und Gebrauchen der Völker, welche sie gefehlt.Was er einmal vernommen, bewahrte er treu in dem glückst-

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