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3,2 (1819) Die Kämpfe der Christen wider Nureddin und Saladin bis zum Verluste von Jerusalem im J. 1187
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König Balduin III. z/

diesem Tempel anftrat/ um das Volk zu ermahnen, oderAblaßder Sünden anzukündigen, ließ der Großmeister alle Glocken desbenachbarten Hospitals so gewalng anschlagcn, daß niemanddie Rede, ob auch der ehrwürdige Prälat noch so sehr seineStimme anstrengte, vernehmen konnte. Als der Patriarch ihmüber solchen Frevel Vorstellungen machen ließ, antwortete derGroßmeister mit Drohungen, welche auch alsobald ins Werkzu setzen er sich nicht scheute. Denn eines Tages, als vieleChristen in der Kirche des heiligen Grabes versammelt waren,drangen die Hospitaliter bewaffnet in dieselbe ein, wie ineine Räuberhöhle, und schossen Pfeile unter die Gläubigen.Man sammelte diese Geschosse und hing sie, zur ewigenSchmach der ruchlosen Ritter, zusammengebunden an demCalvaricnberge auf, dem Orte des Leidens Christi, wo sienoch in spätcrn Jahren gesehen wurden

Um svlclAergernisse ein Ende zu machen, beschlossenmehrere Prälaten des heiligen Landes, selbst nach Rom sichzu begeben, um bey dem Papste Hadrian IV, über denUebermuth der Hospitaliter zu klagen, und um Abstellungihrer Klagen gegen diesen Ritterorden zu bitten. Der altefast hundertjährige Patriarch von Jerusalem unternahmselbst diese beschwerliche Reise; ihn begleiteten der Erzbischoffvon Tyrus und die Bischöffe von Ptolemais, Sidon, Cä-saren, Lidda, Sebastia und Liberias. Zur ungünstigstenZeit kamen die Bischöffe nach Italien. Das Land war vonheftigen Kriegen bewegt, welche zum Theil der Papst selbstentzündet hatte, und Hadrian schon deswegen wenig aufgelegt,die Angelegenheiten des heiligen Landes zu Herzen zu neh-men. Gegen den von dem Papst gebannten König Wilhelm

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