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3,2 (1819) Die Kämpfe der Christen wider Nureddin und Saladin bis zum Verluste von Jerusalem im J. 1187
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I Chr,I-SS.

;6 Geschichte der Kreuzzügc. Buch IV. Kap. I.

jeder Art von Feindseligkeit zu verfolgen, und sich jederHandlung der bischöfflichen Gewalt, so viel sie vermochten,widersetzten. Zwar kennen wir diesen Streit nur aus derErzählung des Erzbischoffs Wilhelm von Tyrus, der schonwegen der Verhältnisse seines Amtes nicht wohl auf derSeite des Ordens stehen konnte; aber Wilhelm ist ein vielzu ruhiger und redlicher Erzähler, als daß wir eineEntstellungoder Verfälschung der Thatsachcn dieses Streites, und eineungerechte Beschuldigung der Hospitaliter zu argwöhnenUrsache haben könnten. Da nach und nach der Orden derHospitaliter überall im heiligen Lande Güter erworben undHäuser gegründet hatte, so waren nur wenige Städte vonärgerlichen Austritten srey. War einer von seinem Bischoffemir dem Baun belegt, so bot man ihm in der Kirche desHospitals das heilige Sacrament, und starb ein Gebannter,so gaben ihm die Hospitaliter die heilige Wegzehrung unddas Dcgräbniß in geweihter Erde. War über irgend einenOrt der Fluch von einem Bischofs ausgesprochen, so erschalltegleichfalls von dem Thurme der Capelle oder Kirche desHospiralhauses das Geläute, und die Hospitaliter zogenselbst von dem gerechten Fluche eines Bischoffs Gewinn,indem alle fromme Gaben, welche sonst den andern Kirchendargebracht wurden, nunmehr ihnen zuflossen. Am ärger-lichsten wurde aber dieser Streit in Jerusalem selbst zwischendem Patriarchen Fulcher und dem Großmeister Raimund.Denn dieser ließ nicht nur, um den Patriarchen, welcherden Zehnten von ihm forderte, und seine geistliche Gerichts-barkeit über die Glieder und Besitzungen des Hospitals zubehaupten suchte, zu höhnen, vor der Kirche des heiligenGrabes mehrere hohe und prächtige Gebäude aufführen,wodurch er zugleich das einfache Gebäude dieser heiligenKirche verspottete; sondern auch, so oft der Patriarch in