Druckschrift 
1 (1823)
Entstehung
Seite
136
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Ai» dritten Tage gings eben so. Er diktirte nochmals überde» nemlichen Gegenstand. Das Resultat davon lag dann mitte»innc und brachte das frühere in Uibercinftimmung. Aber hatte erauch vier/ sieben/ ja noch zchcnmal darüber dikcirt, was wohl auchgeschehen ist/ eS blieb doch immer die nemlichc Hauptidee, derrichtige Zusammenhang und sogar der Ausdruck fast sich gleich.Auch hatte man nicht nöthig fortzuschrcibcn, man konnte es vorseinen Augen eben so gut unterlassen: Er gab nicht Acht daraufund fuhr immer fort. Wenn man etwas nicht verstanden hatte,so war cs umsonst zu versuchen, es ihm noch einmal wiederholenzu lassen. Er ging immer weiter und zwar so geschwind, daßman Fragen gar nicht wagte, aus Furcht, noch mehr zu verliere»und den Faden nicht wieder zu finden.

Mittwoch den 4. bis Sonnabend den 7. Oktober-

Die immcrfcrtwahrcnden Südwcstwinde waren eine wahre Nochfür unS geworden; wir gingen zurück statt vorwärts zu komme»und kamen immer weiter in den Meerbusen von Guinea. Mirsahen ein Schiff, das man nur beobachten licS. Es war ein fran>zösisches, daS wie wir von seinem Wege abgckommen. Es kamaus einem Hasen der Bretagne und ging nach der 2nscl Bourbon.Der Kaiser klagte immerfort über den Mangel an Büchern. 2chsagte ihm lachend, daß vielleicht eine mir angchörcnde Kiste mitBüchern am Bord jenes Schiffes wäre, da ick vor mehrere» Mo-naten nach der nemlichen Gegend eine solche Kiste abgcschickt hatte.Wie sonderbar waltet nicht oft der Zufall! Ich hatte wahr ge-sprochen ! Hätte ich das Schiff suchen wollen, gewiß würde ichdann alle Meere vergebens durchkreuzt haben. 2ch erfuhr cs amfolgenden Tage, sobald der Offizier, welcher cs visitirc hatte, mirdessen Namen nannte. Der französische Eapitain war sehr über-rascht, bei der Nachricht, daß der Kaiser Napoleon sich aus demSchiffe vor ihm und auf der Reise nach St. Helena befinde. Derehrliche Mann schüttelte schmerzlich den Kopf und sagte dem ab-geschickten Offizier: Sic rauben uns unser Kleinod und bringe»uns um den Mann, der es verstand, uns nach unfern Sitten undnach unfern Neigungen zu regieren.

Sonntag den 8. bis Mittwoch den 1l. Oetober.

Die Witterung war ohne Beispiel hartnäckig. An jeden Abendtröstete man sich, sic werde sich vielleicht in der Nacht ändern;aber an jeden Morgen erwachte man mit gleichen: Verdruß. Wirwaren beinahe schon so weit gewesen, daß wir Congo sehen konn-ten und entfernten unS nun davon immer mehr und mehr. öSschien als wolle niemals wieder anderes Wetter werden. Alle Weltverlor den Much und die Ungeduld stieg aus den äußersten Grad.