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Vom Verfasser selb ft.
^ic Herausgabe dieses Werks verzögerte sich nicht wenig, jedochmir ans blos zufälligen und persönlichen Gründen. Ich benutztediesen Verzug, um die beide» ersten Bände desselben von einemeben so wissenschaftlichen als loyalen Rcchtsgelehrtcn durchsehen zulassen. 2 ch hatte cs mir nicht verheimlicht, Wie zart bei demNiederschreibcn derselben verfahren werden mußte, und alle Sorgfaltmit zu der Arbeit gebracht, die mir angeborne Umsichtigkeit und hoheAchtung für die Gesetze einflößte. Und so genoß ich denn auchdas Vergnügen, meine beiden Bände aus den Händen meinesEensors mit der Zusicherung wieder zu erhalten, daß er nichtsdarin gefunden, das, seiner Meinung nach, auch nur im mindesten,oder auf die entfernteste Weise, die Religion, die guten Sitten,oder die Staatsverwaltung beleidigen könne. So lasse ich sie dennmit voller Zuversicht und unter der schützenden Aegide einer weisenund gesetzmäsigcn Freiheit öffentlich erscheinen.
Wollten unglücklicher Weise, trotz meiner Bemühungen, Finster-linge noch etwas TadclnswertheS darin aufspüren, so mögen siewenigstens bedenken, daß ein solcher Jrrthum nur auf Rechnungmeiner Einsichten, nie aber auf die meiner Absichten kommen kön-ne, denn ich hätte ihn nur zu wissen gebraucht, um ihn auch so-gleich zu unterdrücken.
blibrigcns bemerke man <a auch, daß diese Sammlung, welcheunter den Beziehungen und Einflüssen des Augenblicks, dessen Da-tum sie trägt, niedergeschrieben ward, kein Pamphlet, nicht einmaleine Gelcgenheitsschrift sei, sondern nur geschichtliche Materialienenthalten solle, deren größter Thcil nur allgemeine und blos phi-losophische Ansichten zum Zweck hat.
Sie ist dem Andenken eines großen Mannes gewidmet, dcr jezt dasEigenthum der Geschichte und der Jahrhunderte ist. Uiberlies ichmich dabei rücksichtlos und ganz der Verehrung und Liebe fürihn, so glaubte ich dies ohne Nachtheil chun zu können. Er kannwohl noch jezt zur Nachahmung Veranlassung geben, aber nie zurFurcht, denn — er ist nicht mehr!
Passt), am 20. December 1822 .