Las CaseS Tagebuch.
Vom 20 . Juni 1815, dem AbdankungStage des Kaiser Napoleon,biö zu dessen Ankunft auf St. Helena am 15. Oktober.
Zeitraum von 4 Monaten.
Vorbemerkung.
9biederschrcibcn will ich hier Tag vor Tag, alles was der KaiserNapoleon während der Zeit, in welcher ich mich in seiner Nähebefand, sagte und that. Man verzeihe mir aber vor dem Beginnenoch eine mir nicht unnütz scheinende Vorbemerkung.
Nie schritt ich zum Lesen eines geschichtlichen Werks, ohnenicht zu wünschen, den Karakter des Verfasser, seinen Standpunktin der Welt, seine politischen und häuslichen Verhältnisse, miteinem Worte, alle Hauptzüge seines Lebens kennen zu lernen. 2chglaubte daß nur darin der Schlüssel zu seinen Schriften, der sichreMaasstab für mein Vcrtraun sich finden könne. Heut beeile ichmich meinerseits selbst daö darzubictcn, waS ich bei andern stctSausgesucht habe.
Ehe ich dem Leser also meine Nachrichten übergebe, will ichihn über mich selbst ausklären.
Als die Revolution ausbrach, war ich erst 21 2ahr alt. 2chward Schiffslieutenant, ein Posten, der dem Range nach dem einesStabsoffiziers in der Linie glcichkommt. Meine Familie war amHose. Auch ich ward dort vorgestellt. 2ch besaß nur ein gerin-ges Vermögen, aber mein Name, mein Rang und die Aussichtin meiner Laufbahn mußten mich nach dem Sinn und der Berech-nung jener Zeit in einer Heirath alles finden lassen, was ich nurwünschen konnte. 2ezt brachen die politischen Unruhen bei uns aus.
Ein Hauptfehler des damaligen Systems !m Diensreintritt warder, daß wir der Wohlthat einer wassern und vollendeten Erziehungberaubt wurden.