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1 (1823)
Entstehung
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ward sogar auf der Präfektur arrccirt, aber mit großer Achtungbehandelt.

Wir übersahen einen Platz, den eine sehr unruhige und unSfeindselige Menschenmenge überströmte. Sie überhäuften uns mitDrohungen und Schimpfrcdcn. Der Unterpräfckt kannte mich undkonnte daher versichern, wer wir seien. Man untersuchte unfernWagen und hielt unS dabei noch immer in Aufsicht. Gegen 4Uhr erhielt ich die Erlaubnis, mich zum Prinzen zu verfügen. -

Ais ich auf die Präfektur ging, immer aber noch von einemUnteroffizier bewacht, redeten mich mehrere Personen an. Einigehändigten mir heimlich Briefchen ein, andre sagten mir etwas ins-Ohr, alle vereinigten sich in der Versicherung, wir sollten nur ganzruhig scyn, die guten und wahren Franzosen wachten über uns.

Gegen Abend lies man «ns abreiscn. Alles war da völligverändert. Wir verließen unfern Gasthof unter den lebhaftestenAnrufungen. Frauen aus dem Volke weinten, drückten uns dieHände und küßten sic. Don allen Seiten Anerbietungen unS zubegleiten, um einem Hinterhalte auszuweichen, welchen die Feindedes Kaisers unS in einiger Entfernung von der Stadt gelegt hät-ten. Diese sonderbare Veränderung der Stimmung kam daher,weil viel Landleutc und eine große Menge Föderirter in die Stadtgekommen waren, und nun die öffentliche Meinung beherrschten.

Dienstag, am 4. 2uli.

Unweit Rochefort stießen wir auf Gendarmerie, welche auf dieNachricht unsers Unfalls uns entgegengeschickt worden war. Um2 Uhr früh kamen wir zu Rochefort an. Der Kaiser war schonseit gestern Abends dort *). Prinz Joseph kam auch noch heucAbend an. Ich führte ihn zum Kaiser.

Den ersten ruhigen Augenblick benutzte ich, um dem Präsiden-ten des Staatsraths über die Gründe Bericht zu erstatten, die michzu meiner Entfernung veranlaßt hatten. Ich schrieb ihm: „Großeund unerwartete Begebenheiten haben mich genöthigt, mich auSParis zu entfernen, ohne um den nöchigcn Urlaub nachzusuchcn."

„Die Beschaffenheit und Wichtigkeit der Umstände waren andieser Unregelmäsigkcit Schuld. Ich befand mich in dem Augen-blicke, als der Kaiser abreis'te, in dessen Diensten. Ich konnte die«

*) Die Reiseroute deS Kaisers war folgende: Abgereis't am 2y. Juniund Nachtlager zu Rambouillet. Am zo. Nachtlager zu Tours; amI. Juli Nachtlager z» Nivct. Am 2. Juli Ankunft zu Rochefort.Aufenthalt dort bis zum 8 ten. Einschiffung am Bord des Belle-ropho» am iZ. Juli.