Druckschrift 
1 (1823)
Entstehung
Seite
14
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General Becker selbst anbieten, als einfacher Bürger sich an dieSpitze der Truppen zu stellen. Er versprach, Blücher zurückzn-drängen und dann sogleich weiter zu reisen. Da die provisori-sche Regierung dies abschlug, so verließen wir Malmaison. DerKaiser und ein Theil seines Gefolgs nahmen den Weg nachRochefort über Tours. 3ch, mein Sohn, Monlholon, Plonat undResigny nebst zwei bis drei andern Wagen gingen über -Orleans.

Dort kommen wir am 30. 2uni früh, und um Mitternacht inEhatellerault an.

auSfallcn. Die Ehre Frankreichs ist dabei im Spiele. Unterdessenaber muß man alle mögliche Vorsichtsmaasregeln für Napoleons per-sönliche Sicherheit ergreife» und sorgen, daß er den Aufenthaltsortnicht verlasse, welcher ihm für den Augenblick angewiesen ist. Ge-nehmigen Sic u. s. w.

Der Präsident der Regierungs-Commission.

Signirt: Der Herzog von Ortranto.

Der Kriegöminister an den Herrn General Becker.

Paris, am 27. Juni r8lS.

Ich habe die Ebre Ihnen In der Anlage einen Beschluß zu über-senden, welchen Sie von Seiten der Negierung--Commission, demKaiser Navolcon bekannt machen sollen, indem Sie Sr. Majestät be-merken, wie die Umstände so gebietrisch seien, daß sein Entschluß zurAbreise nach der Insel Air unvermeidlich wäre. Die Commission be-merkt dabei, daß dieser Beschluß eben sowohl der Sicherheit seiner eig-nen Person, als des Staatswohls wegen, das ihm stet- theuer seynmüsse, genommen worden sei.

Faßte nach dieser Bekanntmachung Se. Majestät doch keinenEntschluß, so geht die Meinung der Regierungs-Commission dahin,daß man die ndtlngc Aussicht gebrauche, um eine Entweichung Sr.Majestät zu verhindern, und jedem Versuche gegen Dero Person zu-vorzukommen.

Ich wiederhole Ihnen nochmals, Herr General, daß dieser Be-schluß mit Rücksicht für das Staatswohl eben so wie für die persön-liche Sicherheit des Kaisers genommen worden sei und daß die Regie-rungs-Commission dessen schnelle Erfüllung als wesentlich für Laskünftige Schicksal Sr. Majestät und dessen Familie betrachtet.

Ich habe die Ehre u. s. w.

blk. Dieser Brief blieb ohne Unterzeichnung, weil der PrinzEckmühl im Moment derselben zu seinem Sekretair sagte: „Ichwerde diesen Brief nie unterzeichnen, thun Eie es, es wird auchhinretchcn." Daß doch dieser Mann die Kraft gefühlt hätte, nochmehr zu tbun! Ob der Brief abgeschickt worden, oder nicht, daSkann ich nicht sagen.