Druckschrift 
1 (1823)
Entstehung
Seite
12
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gefunden hatte, ich erzählte ihm die allgemeine Ansicht, daß Foiich«die Sache der Nation frech verrache, daß alle guten Franzosen nurnoch hofften, er, Napoleon werde sich noch in dieser Nacht zurArmee.begeben, die nach ihm verlange. Der Kaiser hörte mirnachdcnkcnd zu und verabschiedete mich, ohne darauf zu antworten.

Donnerstag, am 29. Freitag, am 30. 2uni.

Wahrend des ganzen Morgens hallte die Hauptstraße nachSainr Germain von dem Rufe: es lebe der Kaiser! Es warendie Truppen, die bei Malmaison vorbeizogen.

Gegen Mittag kam ein Abgeordneter der provisorischen Regie«rung, General Becker, bei uns an: er sagte unö mit einer Artvon Unwillen, daß er den Auftrag erhalten, Napoleon zu bewachen. *)

^ Bei meiner Rückkehr nach Europa hat der Zufall mir folgende aufdiesen Umstand sich beziehende Papiere in die Hände fallen lassen.Ich theile sie hier mit, weil sie, so viel ich weiß, noch nie veröffent-licht worden sind. Es sind Abschriften von den Originalen selbst undsic bedürfen keines Cvmmentars.

Abschrift eines Schreibens der Rcgierunzs-Commissioii an denPrinzen Eckmühl, Kriegsminister.

Paris, am 27. Juni 1815.

Herr Marschall! Die Umstände verlangen, daß Napoleon »oth-weudig sich nach der Ansei Air begeben muß. Entschließt er sichnach der durch Sie zu vollziehenden Bekanntmachung dieses Ent-schlusses nicht dazu, so müssen Sie ihn zu Malmaison dergestalt be-wachen lassen, daß er nicht entweichen kann. Sic werden daher dieGendarmerie und Truppen, so viel als deren nöthig sind, um alleZugänge nach Malmaison zu bewachen, zur Disposition des GeneralBecker stellen. Zu dem Ende haben Sic die erforderliche» Befehle a»den ersten General-Inspekteur der Gendarmerie zu erlasse». Dochmüssen diese Maasrcgcl» so geheim als möglich bleiben.

Dieses Schreiben, Herr Marschall, ist für Sie bestimmt. DerGeneral Becker, der den Entschluß Napoleon einhändigen soll, wirdvon Ew. Epcell. besvndre Anstructioneu erhalten, und jenem zu er-kennen geben, daß diese MaaSrcgeln zum Besten des Staats und umder Sicherheit seiner eignen Person willen, getroffen werden, daß eineschnelle Ausführung unerläßlich sei, kurz daß Napoleons eigne Rück-sicht auf sein künftiges Schicksal dies gebieterisch verlange.

Signirt: Der Herzog von Ortranto u. s. w.

Abschrift des Beschlusses der Regierungs-Commission.

Auszug aus den Minuten des Staatssccrctariats.

Paris, am 26. Juni 1815.

Die Negierungs-Commission beschließt, wie folgt.

Artikel i. Der Marincminifler wird Befehl geben, daß zwei Fre-gatten in Nochcfort ausgerüstet werden, um Napoleon in die ver-einigten Staaten uberzuschiffcn.