Gerade zu derselben Zeit rief der Kaiser einige Mitglieder dererfreu Familien um seinen Thron und ließ unter den übrigen esverbreiten, daß er den für keinen guten Franzosen halte, der ver-stockt noch fern bleibe. 2ch zögerte keinen Augenblick. 2ch hacce,wie ich zu mir selbst sagte, meinem natürlichen Eide, dem der Ge-burt und Erziehung, Genüge geleistet, ich war ihm bis zur Selbst-aufopferung treu geblieben. 2ezt war von unfern Prinzen nicht'mehr die Rede. Wußten wir ja nicht einmal gewiß, ob sie nochlebten. Religionsfeierlichkeiten, Verbindung mit Königen, ganzEuropa, Frankreichs Glan; lehrte mich dagegen, daß ich einenneuen Oberherrn habe. Hatten unsre Vorfahren gleichmächtigenKräften eben so lange widerstanden, bevor sie sich mit dem erstenCapet vereinten? So gestehe ich denn offen, daß ich, innig erfreutdurch diesen Ruf aus der peinlichen Lage, in welcher ich mich be-fand, mit Ehren hcraustreten zu können, von da an frei, ganzund mit vollem Herzen auf den neuen Oberherrn all den Eifer,all die Hingebung, all die Liebe übertrug, die ich fortdauernd undtreu für meinen vorigen Herrn gehegt hatte, und die Folge diesesSchrittes war meine unmittelbare Zulassung an den Hof.
Doch wünschte ich innigst, mit meinen Worten auch Thatenverbinden zu können. Die Engländer belagerten Vlieffingcn undbedrohcten Antwerpen. 2ch eilte als Freiwilliger zur Vcrtheidigungdieser Festung. Vliessingen ward geräumt und meine Ernennungzum Kammerherrn rief mich an den Hof. Meinen 2deen nachmußte ich mit Diesem Ehrenposten irgend eine nützliche Beschäfti-gung verbinden. 2ch bat um die Stelle als Mitglied des Staats-raths und erhielt sie. Nun vertraute man mir mehrere Sendun-gen an. 2ch wurde nach Holland bei dessen Vereinigung gesendet,um die Marinegcgenstände zu übernehmen, nach 2llyricn, um dortdie Staatsschuld zu liquidsten und im halben Reiche umher, umdie öffentlichen wohlthätigen Anstalten zu untersuchen. Bei unfernletztern Unglücksfällen habe ich rührende Beweise erhalten, daß ichin den Ländern, wohin ich gesendet worden war, einigen gute» Rufhintcrlassen hatte.
Aber die Vorsehung hat unser». Glücke einen Zielpunkt gesetzt!Man kennt die Katastrophe von Moskau, die Unglücksfälle vonLeipzig, die Belagerung von Paris. 2ch befehligte in dieser Stadteine jener Legionen, die am 31. März sich durch de» Verlust einergroßen Zahl Bürger Ehre machte. 2m Augenblick der Capitulationlegte ich mein Commando in die Hände meines NachmanneS nie-der; ich glaubte, andre Pflichten, andre Beziehungen riefen michzu der Person des Fürsten, aber ich konnte Fontainebleau nicht sei-