Bald darauf wurde die Monarchie von neuem verbindet. Wiesonderbar «Mattere sich dadurch meine Lage, mein Gefühl. Manhatte mich als Soldat um einer Sache willen bestraft, die jezttriumphiere. Mir jedem Tage kam man immer mehr auf unsrealten Ideen zurück, alles was unfern Grundsätzen, unfern Vorur--theilen theucr gewesen war, ward wieder hergestcllt und doch mach»rcn es uns Zartgefühl und Ehre zu einer Art von Pflicht, unSdavon entfernt zu halten.
Vergebens harte die neue Regierung laut die Verschmelzungaller Partheien ausgesprochen, vergebens ihr Oberhaupt geschworen,in Frankreich nur Franzosen zu kennen, vergebens boten mir alteFreunde und Kameraden eine neue vorthcilhaste Laufbahn nach eig-ner Wahl an, ich konnte nicht damit zu Stande kommen, den in-uern Zwist, der mich peinigte zu überwältigen, und so verurthcilteich mich selbst hartnäckig zur Entsagung und flüchtete zur Arbeit,hinter angenommenen Namen schrieb ich ein geschichtliches Werk,das mein Vermögen wiederhcrstcllte und so verstrichen fünf bis sechsder glücklichsten Jahre meines Lebens.
Unterdessen folgten die beispiellosesten Begebenheiten um unsher mit unerhörter Schnelle. Sie waren so beschaffen und hartenein solches Gepräge, daß cs für jeden, der in seinem Herzen Liebezum Großen, Edlen und Schönen trug, unmöglich ward, dabei ge-fühllos zu bleiben.
Der Glanz des Vaterlandes hob sich zu einer Höhe, wie keineGeschichte irgend eines Volkes sic gekannt hatte. Durch Kraftund glückliche Erfolge zeigte sich die Staatsverwaltung beispiellos.Eine gleichzeitige Erhebung prägte sich in allen Arten der Indu-strie aus und reizte jede Nacheiferung in Gesamtmasse auf. DaSHeer war ohne Gleichen, ohne früheres Muster, es verbreiteteSchrecken außer den Gränzen, schuf gerechten Stolz innerhalb der-selben.
Mit jedem Augenblicke füllte sich unser Land mit neuen Sie-geszeichen. Zahlreiche Denkmale kündeten unsre Thaten. DieSiege von Austerlitz, Jena und Friedland, die Verträge von Pe-tersburg und Tilsit machten Frankreich zur ersten der Nationen,zur SchicdSrichterin der Geschicke des Erdkreises. Es war in derThat eine ungemeine Ehre, FranzoS zu scyn. , Und doch warenalle diese Thaten, alle diese Arbeiten, alle diese Wunder, dasWerk eines einzigen Mannes!
Wie auch meine Vorurtheile, meine früher» Ansichten sci>nmochten, ich mußte ihn bewundern, und von der Bewunderung rurLiebe ist ja, wie man weiß, nur Ein Schritt.