Druckschrift 
1 (1823)
Entstehung
Seite
7
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tig genug erreichen. Der Kaiser dankte ab, und der König bestiegden Thron.

2ezc ward meine Lage noch sonderbarer, als sie zwölf 2ahrezuvor gewesen war. Sie siegte nun endlich, die Sache, der ichmein Vermögen aufgcopfcrt, für die ich zwölf 2ahre im Ausländeals Verbannter und sechs 2ahre im 2nlande in Derzichtung gelebthatte, sie siegte endlich, und doch hinderten mich Ehrgefühl undandre Rücksichten, die Frucht davon cinzucrntcn!

Welche Laufbahn war verworrener gewesen, als die meine!Zwei Revolutionen waren vollendet worden, eine der andern entge-gengesetzt. Die erste hatte mich mein väterliches Erbe gekostet,die zweite konnte mein Leben kosten, keine von beiden gewährte mirvortheilhaste Erfolge. Die große Menge wird in allen dem nureinen tadclnswerthen Wechsel meiner Meinungen finden, die 2ntri-gans werden sagen, daß ich zweimal betrogen worden sei, und nureine kleine Anzahl wird eS begreifen, daß zweimal große und ehren-volle Pflichten meine ganze Seele erfüllten.

Wie dem auch sei, meine alten Freunde, deren Achtung undZuneigung die Bahn auf der ich gewandelt war, mir nicht hatterauben können, und die indeß allmächtig geworden waren, riefenmich zu sich. Es war mir unmöglich auf ihre wohlwollendeStimme zu hören; ich war verstimmt, niedergedrückt; ich beschloß,meine öffentliche Laufbahn zu beendigen. Sollte ich mich dem fal-schen Urtheile derer anssctzen, die mich beobachteten! Konnte je-dermann denn in meinem Herzen lesen?!

Franzos bis zum Fanatismus, konnte ich die Herabwürdigungder Nation, von welcher ich mitten unter feindlichen Bajonettenan jedem Tage Zeuge war, nicht ertragen und versuchte cs also, vordem Unglücke meines Vaterlandes in die Ferne zu flüchten. 2chbrachte einige Monate in England zu. Wie ganz verändert schienmir da alles! 2ch war cs ja selbst so sehr!

Kaum war ich zurückgckommen, als Napoleon wieder an unfernKüsten erschien. 2n einem Augcnaufschlagen, ohne Gefecht, ohneStreit, ohne Blutvergießen befand er sieh in der Hauptstadt. 2chbebce für Freude! 2ch glaubte den Flecken der Fremden von unSgewaschen, neugeboren unfern alten Ruhm. Das Geschick hatte esanders beschlossen.

So wie ich erfuhr, daß der Kaiser von Waterloo zurück sei,eilte ich freiwillig zum Dienste um seine Person. 2m Augenblickeseiner Abdankung befand ich mich bei ihm, und als von seinerEntfernung die Rede war, bat ich ihn, mich sein Schicksal theilenzu lassen.