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2 (1837) Von 1640 bis 1688
Entstehung
Seite
398
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Unterdessen waren die Fricdensverhandlungen thätig be-trieben worden. Der Kaiser hatte von Meinders erster Reisenach Frankreich Nachricht erhalten und beeilte, als er von derzweiten hörte, den Frieden, welcher dann von ihm und zu-gleich schimpflich genug für das Reich mit Frankreich und' Asbr. Schweden abgeschlossen wurde '). An demselben Tage vertru-^ gen sich der lüncburger Herzog und bald darauf der Bischof. März von Münster mit Schweden, indem sie ziemlich Alles, was sie1679 modert hatten, Herausgaben und von Frankreich eine SummeGeldes dafür erhielten.

. Fcbr. Vergeblich protestirte der Kurfürst im Vereine mit Däne-mark gegen des Reiches Frieden und beschwerte sich über dessenÜbereilung 2 ); cs wurde ihm geantwortet, das sei geschehen, da-mit der Kurfürst dem Kaiser nickt zuvorkäme, der den Kriegnicht zum Vortheile Anderer sortsetzen werde ^). Noch suchteer die Genehmigung des Friedens zu hindern. Der Kaiser er-klärte wirklich, wenn er gewiß wäre, daß Brandenburg undLüneburg sich nicht von ihm trennen wollten, sei er bereitdie Genehmigung zu verweigern. Er frug, wann der Kurfürstmit seinem Heere am Rheine sein könne. Allein die Reichs-stände nahmen den Frieden an, Sachsen und Baiern wolltensich im Einverständnisse mit Frankreich vereinigen, ihn mitGewalt zu erzwingen *). Die Sendung des geheimen RathsMeinders hatte in Nimwegen und im Haag so gut als nichtsbewirkt. So lästig den Franzosen ihr Bund mit Schwedenwar, so sollte dieses doch nichts, am wenigsten zum Vortheiledes Kurfürsten verlieren. Sie droheten im Frühjahre dreiHeere zu schicken und ihn zur Aufgebung aller seiner Erobe-rungen zu zwingen. Im Haag war cs sogar vergeblich, daßMeinders, um die Holländer zu reizen, fallen ließ, der Kur-

1) vumont 1'. VII. ?. I. p. 801. Die kaiserliche Declarationdazu bei kuksnäork XVII. §. 29.

2) ttctes et memoire» eto. äs la psix cle I4!mvegus 1. III. p. 469.Mit Berufung auf sein Bündniß mit dem Kaiser. Bergt, noch die übri-gen Aktenstücke '1- IV. p. 246 ff.

Z) kulsnäorl XVII. H. 10 ff. Bergt- auch IVagner p. 482.

4) kukeuäork XVII. Z. 84 ff. Der Kaiser gab den Drohungender Franzosen nach und' ratisicirte den Frieden d. 20. April.