Eroberung Pommerns.
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französisches Geld von dem Schwager seiner Gemahlin, demMarquis von Bethunc, 3000 Mann geworben wurden, umdie Schweden zu unterstützen, zunächst aber dem Kurfürstenden Übergang über die Weichsel zu verwehren'). Hier mussteAlles durch Geld bewirkt werden. Der Kaiser gab dem Krön-feldherrn 20,000 Thaler, damit dieser die Polen von Unter-stützung der Rebellen in Ungarn abhielte. Die Franzosen bo-ten ihm zu spat 50,000. Der Kursürst gewann den lithaui-schen Feldherrn Paz, die Schweden am Durcbgange durch Li-thauen zu hindern, und suchte ihm dafür die Würde einesRcichsfürsten zu verschaffen. Nun hatten die Danen und derl Kaiser kein Geld weiter zu geben, der Kurfürst nur wenig! aufzuwenden. Daher gewannen die Franzosen, welche mehr ga-j den, die Oberhand. . Um Veranlassung zu Beschwerden zu er-halten, hatte er auf mehrfaches Ansuchen der danziger Bür-gerschaft den vr. Strauch in Freiheit gesetzt, wobei der Königwieder übelnahm, daß das nicht auf seine Verwendung, wiedoch der Kurfürst behauptete, sondern aus Bitten der Sckusterund Schneider geschehn °). Indessen fuhr der Kurfürst fortf ihn zu beschwichtigen. Er hatte den Unterkämmerer von Kiow,- Niemericz, gewonnen, durch welchen er sich gegen die Verleum-dungen rechtfertigen und die Beschuldigungen ablehnen ließ,als nehme er Theil an den Umtrieben der Großen gegen denKönig. Er erinnerte, wie sehr er für Sobieski bei dessen Er-wählung gewesen, die er jedenfalls hätte erschweren können.Er führe nun seit drei Jahren einen gerechten Krieg, und eswerde Alles aufgewendet, den König gegen ihn aufzubringenund den Krieg aus Livland nach Preussen zu spielen. Zugleichgab er ihm Nachricht von einem Anschläge auf sein Leben,was der König günstig aufnahm und wenigstens nichts öffent-lich gegen ihn that, sogar friedliche Versicherungen gab undihn zum Gevatter bat, während doch mehrere dem Kurfürstenfeindlich gesinnte Große die Werbungen Lithauens im königli-
1) iVläinoires <lu cksvalier äs Lesißen. Amsterdam, >700. in 12.I>. 65. Der Verfasser hielt sich während dieser Zeit in Deutschland und
> Polen auf und gibt sehr bcachtenswcrthe Nachrichten.
2) kukenäork XVI. Z. 65. Die Danziger hatten dem König100,000 Lhlr. für die Befreiung Strauchs geboren, die ihm nun entgingen.Vgl. UeNAnivIr 1. VIII. p. 166.
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Mai
1678