Krieg in Pommern.
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und mit diesem und dem Kurfürsten ein Bündniß abschloß 4- Aug.zum gegenseitigen Beistände gegen die unbilligen Bedingungen, 1078die Frankreich aufdringen wollte, und zum gemeinschaftlichenKriege und Frieden, bis Schweden Genugthuung geleistet ha-ben würde. Auch andere Fürsten sollten in dieses Bündnißmit ausgenommen werden. Der Bischof schickte dem Kurfür-sten, mit dem er bei einer persönlichen Zusammenkunft endlichin ein aufrichtiges gutes Vernehmen getreten war, 3000 Mannnach Pommern. Schon drohete Schömberg mit 20,000 Mannin das Clevesche einzurücken, um ihn zum Waffenstillstände§ mit Schweden zu zwingen, schon wollte der Kurfürst sich mit^ aller Macht und in Hoffnung kaiserlicher oder spanischer Unter->! stützung dahin wenden, als auch die Schweden sich weigerten! den Waffenstillstand anzunehmen, die darüber unzufriedenen! Franzosen mit dem Angriffe auf den Kurfürsten zögerten und! diesem so einige Zeit gaben, nach Überwindung der größestenSchwierigkeiten, die Schweden völlig aus Deutschland zu ver-treiben'). Er benutzte diese kurze Frist eilig um Rügen an-zugreifen, ohne dessen Besitz er Stralsund nicht wohl erobernkonnte. Die Schweden unter dem tapfern Königsmark hat-ten diese Insel den Danen wieder entrissen und einen verein-j ten Angriff derselben und der Brandenburger mit deren großemz Verluste zurückgeschlagen. Überhaupt führten die Danen in! diesem Jahre den Krieg ohne günstigen Erfolg. Wahrendnun die dänische Flotte nördlich von der Insel lag und aufWittow landete, fuhr der Kurfürst mit Derfflinger, Götz undSchöning auf einer Flotte von 350 kleinen bei Peenemündeversammelten Fahrzeugen, deren Bewegung der berühmteTromp leitete, nach der Südküste, ankerte vor Palmerort, und^ als sich die Schweden dahin gezogen hatten, fuhr er gegenl Putbus hin und landete, ohngeachtet des Widerstandes der 24. Sept.! hier wenig zahlreichen Feinde. Derfflinger warf sie an der 1678.Spitze der Reiterei weiter zurück und nahm ihnen eine Kanone,eine Fahne und Gefangene, Schöning am folgenden Tage mitdem Fußvolke die neue Fahrschanze mit Sturm, die alte Fahr-schanze übergab die deutsche Besatzung, Königsmark musste sichnach tapferer Gegenwehr nach dem gegenübergelegenen StralsundI) kulendork XVI. Z. 52 — 57 u. §. 89. Xlpen 308.
Stenzcl Gesch. d. Preussisch. Staats. II. 25