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2 (1837) Von 1640 bis 1688
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Ludwig XIV. gegen Holland. * 303

lassen. Der Kurfürst theilte das nur dem OberpräsidentenOtto von Schwerin und dem geheimen Rathe Meinders mitund erwiederte, auch er wünsche eine kleine Demüthigung fürdie Generalstaaten, welche gegen ihre Nachbarn übermüthiggeworden waren und mehrere ihm gehörige Festungen nochinne hatten. Die Republik sei zwar schwach und werde sichnicht ohne Unterstützung behaupten können, diese aber gewißfinden, er selbst stehe mit ihr im Bunde. Ein solcher Kriegwerde ganz Europa in Flammen setzen und nichts sei wün-schenswerther als ihn zu verhindern, indem die Holländer zujeder billigen Genugthuung für den König gezwungen würden,wozu er gern die Hand bieten wolle, vorher aber die Beschwer-den gegen dieselben naher kennen zu lernen wünsche. Wahrendnoch Alles ungewiß sei, könne er sich in kein Bündniß mitFrankreich einlassen. Nun gestand zwar Fürstenberg, der Kur-fürst von Köln habe beschlossen Partei für Frankreich zu neh-men, doch erhielt er keine andere Antwort; endlich theilte eretwas von den geheimen Absichten Frankreichs und des Kur-fürsten von Köln gegen die vereinigten Niederlande mit, denener für den Fall, daß der König von Spanien sterben sollte,weit aussehende Entwürfe beilegte und meinte, Friedrich Wil-helm und Kur-Köln sollten im Bunde mit Frankreich Hollandsofort angreiscn, damit Zeder von ihnen seine von den Gencral-staaten besetzten Festungen zurückerhiclte.

Der vorsichtige Kurfürst schickte, um genauer zu erfahren,wie sich die Sachen eigentlich verhielten, den geheimen Rathvon Krokow nach Paris, äußerlich um die Erhaltung des Frie- Januardens zu vermitteln und zugleich den Kurfürsten von Köln aus- 1670zusorschen; denn Friedrich Wilhelm glaubte nicht, daß Frank-reich ohne allen wesentlichen Grund ernstliche Absichten zumKriege gegen die Generalstaaten habe, besorgte vielmehr, manwolle ihn nur mit diesen in Zwiespalt bringen. Krokow er- Aprilfuhr nun nach und nach von dem Minister Lionne und Wil- 1670Helm v. Fürstenberg, daß der König von England und derBischof von Münster für Frankreich gewonnen wären. Anfriedliche Beilegung sei durchaus nicht zu denken, Ludwig XIV.vielmehr so erbittert über die Generalstaaten, daß er nur durchKrieg Genugthuung erhalten könne, der sicher im Sommer